BMW Werk Dingolfing passt sich der demographischen Entwicklung an

Sonstiges | 16.02.2011 von 1

Die demographische Entwicklung kennt derzeit nur eine Tendenz: Die Bevölkerung Deutschlands wird im Schnitt immer älter, weil relativ wenige Kinder geboren werden und die Menschen …

Die demographische Entwicklung kennt derzeit nur eine Tendenz: Die Bevölkerung Deutschlands wird im Schnitt immer älter, weil relativ wenige Kinder geboren werden und die Menschen ein höheres Lebensalter erreichen. Die Folge davon ist auch, dass viele Arbeiter länger arbeiten können, weil entsprechend qualifizierter Nachwuchs nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist. Außerdem kann es für die Arbeitnehmer attraktiv sein, länger zu arbeiten, weil sie dank längerer Arbeitszeit später eine höhere Rente erhalten.

Unabdingbare Voraussetzung für längere Arbeitszeiten ist aber die Gesundheit der Menschen, denn ohne körperliche Leistungsfähigkeit lässt die Theorie einer längeren Lebensarbeitszeit schlicht nicht umsetzen. Daher gilt es, die körperliche Belastung für die Arbeitnehmer im laufenden Betrieb auf ein Minimum zu reduzieren. Die BMW Group hat zu diesem Zweck schon im Jahr 2004 das konzernweite Programm “Heute für morgen” ins Leben gerufen, um dem demographischen Wandel proaktiv begegnen zu können.

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Bis 2020 wird der Anteil an Mitarbeitern, die über 50 Jahre alt sind, von 25% auf 45% ansteigen. An allen deutschsprachigen Standorten arbeitet die BMW Group daher an Verbesserungen, die der demographischen Entwicklung Rechnung tragen.

Am Standort Dingolfing wurde nun als erster Meilenstein eine neue Achsgetriebemontage in Betrieb genommen, die in einem 20 Millionen Euro teuren Neubau untergebracht ist. Die neue Anlage senkt die Fertigungskosten um rund 20 Prozent und ist sehr ressourcenschonend ausgelegt. Dazu kommt eine besonders ergonomische Anlagengestaltung, die alternsgerechte Arbeitsplätze schafft.

Bis zum Sommer soll die Anlage den Serienbetrieb aufgenommen haben, im Dreischicht-Betrieb können dann von 200 Mitarbeitern je nach Nachfrage bis zu 4.000 Achsgetriebe täglich gefertigt werden. Schon die Montage findet in der Sequenz statt, in der später die Fahrzeuge vom Band rollen.

Die Planung für die Anlage fanden von der ersten Minute an mit Blick auf das Projekt “Heute für morgen” statt und zielte auf eine deutliche Verbesserung der Ergonomie ab. Belastungswechsel von Gehen über Stehen zu Sitzen sind ebenso eingeplant wie eine Rotation der Mitarbeiter zwischen den Arbeitsplätzen. Ergänzt wird das Projekt durch einen Fitness- und Ruheraum, Schulungen zu Themen wie “Biologisches Alter” sowie eine gesunde Ernährung im Werk.

Mit Blick auf die Umwelt verfügt die 6.500 Quadratmeter große Produktionsstätte auch über Solarzellen auf dem Dach, eine verstärkte Gebäude-Isolierung, hochmoderne Lüftungsanlagen und ein intelligentes Regenwassermanagement. Optimierte Logistikprozesse sparen tagtäglich über 1.000 LKW-Kilometer ein und reduzieren so den CO2-Ausstoß.

Frank-Peter Arndt (Produktionsvorstand der BMW AG): “Die neue Achsgetriebemontage ist beispielgebend für eine zukunftsorientierte und wettbewerbsfähige Komponentenfertigung am Standort Deutschland. Sie zeigt, wie die BMW Group Wertschöpfung und Wertschätzung für die Mitarbeiter in Einklang bringt.”

Christine Haderthauer (Arbeitsministerin des Freistaats Bayern): “Aufgrund der demographischen Entwicklung liegt die Zukunft der Unternehmen in den Händen gerade auch ihrer älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher gilt: Alternsgerechte Arbeitsplätze werden immer wichtiger! Wer dies frühzeitig erkennt, wird auch künftig im weltweiten Wettbewerb die Nase vorne haben. Unsere Unternehmen müssen heute schon aktiv werden und nicht erst dann, wenn es vielleicht schon zu spät ist. Die BMW AG hat hier das Gebot der Stunde erkannt und stellt sich dieser großen Zukunftsaufgabe. Damit legt BMW vorbildlich die Grundlage für ein gesundes Arbeiten in allen Altersstufen – eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine längere Lebensarbeitszeit.”

Frank-Peter Arndt (Produktionsvorstand der BMW AG): “Die neue Achsgetriebemontage ist beispielgebend für eine zukunftsorientierte und wettbewerbsfähige Komponentenfertigung am Standort Deutschland. Sie zeigt, wie die BMW Group Wertschöpfung und Wertschätzung für die Mitarbeiter in Einklang bringt.”

Christine Haderthauer (Arbeitsministerin des Freistaats Bayern): “Aufgrund der demographischen Entwicklung liegt die Zukunft der Unternehmen in den Händen gerade auch ihrer älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher gilt: Alternsgerechte Arbeitsplätze werden immer wichtiger! Wer dies frühzeitig erkennt, wird auch künftig im weltweiten Wettbewerb die Nase vorne haben. Unsere Unternehmen müssen heute schon aktiv werden und nicht erst dann, wenn es vielleicht schon zu spät ist. Die BMW AG hat hier das Gebot der Stunde erkannt und stellt sich dieser großen Zukunftsaufgabe. Damit legt BMW vorbildlich die Grundlage für ein gesundes Arbeiten in allen Altersstufen – eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine längere Lebensarbeitszeit.”

  • Captn Difool

    Schön, das man bei BMW nun endlich die Qualitäten der älteren und erfahrenen Mitarbeiter wieder zu schätzen weiß und den unseligen Modetrend “Jugendwahn”, wo jeder über 30 schon als “störrisch, unflexibel und nicht belastbar” abgestempelt wurde in den Mülleimer der Geschichte geworfen hat. Eine gesunde, betriebliche Altersstruktur in einem Unternehmen umfast alle Generationen, vom Azubi über Fachkräfte bis zu den Seniorexperten. Gerade von letzteren können die meisten jungen Leute lernen. Das war auch meine persönliche, gute Erfahrung.

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