Dakar 2011: Sainz mit Problemen, X-Raid auf den Plätzen 2, 4 & 5

Motorsport | 14.01.2011 von 0

Das Drama am heutigen Tag spielte sich noch vor Rennstart ab: Einer der Fahrer, der erst in der Nacht die Strecke zum Nachtlager beenden konnte, …

Das Drama am heutigen Tag spielte sich noch vor Rennstart ab: Einer der Fahrer, der erst in der Nacht die Strecke zum Nachtlager beenden konnte, kollidierte auf dem Weg mit einem heimischen Autofahrer. Der Unfall war so schwer, dass der an der Rallye völlig unbeteiligte Mann seinen Verletzungen trotz eines sofort eingeleiteten Notfall-Transports ins Krankenhaus erlag. Wir wünschen Familie und Freunden viel Kraft in der schweren Zeit!

Dennoch gab es aber auch den gewöhnlichen Motorsport und auch hier erlitt ein Mann einen rabenschwarzen Tag: Durch einen Aufhängungsbruch verlor der Spanier Carlos Sainz auf Tagessieger Nasser Al-Attiyah und kann seine Hoffnungen auf den Gesamtsieg ad acta legen. Stattdessen muss er nun aufpassen, seinen dritten Platz auf den beiden letzten Etappen nicht noch an BMW-Pilot Stéphane Peterhansel zu verlieren, der heute einen starken zweiten Platz belegte.

DAKAR RALLY ARGENTINA-CHILE

Mit Blick auf die Gesamtwertung ist auch erfreulich, dass der Amerikaner Mike Miller seinem Teamkollegen Sainz zu Hilfe eilte und dabei selbst rund eine Stunde verlor. Dadurch konnte der Pole Krzysztof Holowczyc auf den fünften Gesamtrang klettern, was aber natürlich auch seiner starken Tagesleistung lag: Platz vier mit nur 13 Minuten Rückstand auf den Tagessieg. Ricardo Leal Dos Santos in einem weiteren X3 CC komplettierte den erfolgreichen Tag von X-Raid auf dem fünften Platz.

Stéphane Peterhansel: “Seit Kilometer 150 waren wir im dichten Staub und es war unmöglich, näher als 300 Meter an Giniel (de Villiers) heranzufahren. Wir waren die ganze Etappe so nah dran, wie es durch den Staub möglich war, aber wir konnten nie überholen. Das Auto war perfekt, aber der zweite Abschnitt war extrem heiß. Diese Rallye ist noch nicht vorbei. Morgen wird die längste Etappe der ganzen Rallye, weil die anderen langen Etappen verkürzt wurden. Ich glaube, es kann morgen sehr interessant werden.”

Krzysztof Holoczyc: “Wenn man die ganze Zeit im Staub bleibt, so wie es Carlos (Sainz) gemacht hat, können Unfälle passieren. Es gab es großes Loch in einem der Flussbetten und vielleicht war das sein Problem. Nach 25 Kilometern hatten wir zwei schleichende Plattfüße an den Hinterrädern. Das war unglaublich. Ich dachte, dass Jean-Marc (Fortin) vielleicht etwas mit dem Ventil falsch gemacht hatte, als er den Luftdruck änderte. Wir haben nichts berührt. Wir haben das eine Rad gewechselt und beim anderen etwas Luft nachgefüllt. Nach weiteren 30 Kilometern ging der Luftdruck wieder sehr langsam nach unten. Der Reifen sah aus wie neu, aber vielleicht war er doch kaputt.
Wir haben Stéphane gleich zu Beginn überholen lassen. Wir haben in der zweiten Hälfte angegriffen, weil wir nicht wussten, dass Miller und Sainz angehalten haben. Wir werden sehen, welche Strategie sich morgen auszahlt, denn vermutlich wird Volkswagen voll angreifen.”

Sven Quandt (Teamchef): “Jeder Tag ist dramatisch bei einer Rallye Dakar. Irgendetwas passiert immer und heute lief es für uns ganz gut, wenn man davon absieht, dass Stéphane Giniel nicht überholen konnte. Das war etwas merkwürdig für ihn, weil er den ganzen Tag hinter ihm fuhr, nachdem er ihm gleich zu Beginn vier Minuten abgenommen hatte.”

Die Top 11 der elften Etappe:
1. Nasser Saleh Al-Attiyah (QA)/Timo Gottschalk (D) – VW Race Touareg – 4h 17m 27s
2. Stéphane Peterhansel (F)/Jean-Paul Cottret (F) – BMW X3 CC – 4h 18m 40s
3. Giniel de Villiers (ZA)/Dirk von Zitzewitz (D) – VW Race Touareg – 4h 22m 19s
4. Krzysztof Holowczyc (PL)/Jean-Marc Fortin (B) – BMW X3 CC – 4h 30m 44s
5. Ricardo Leal Dos Santos (P)/Paulo Fiùza (P) – BMW X3 CC – 4h 44m 40s

6. Guilherme Spinelli (BR)/Youssef Haddad (BR) – Mitsubishi Lancer – 4h 52m 22s
7. Christian Laveille (F)/Jean-Michel Polato (F) – Nissan Dessoude – 4h 53m 00s
8. Erik Van Loon (NL)/Harmen Schotalbers (NL) – Mitsubishi Pajero – 5h 12m 16s
9. Matthias Kahle (D)/Thomas Schuenemann (D) – SMG Buggy – 5h 16m 51s
10. Mark Miller (USA)/Ralph Pitchford (ZA) – VW Race Touareg – 5h 19m 22s
11. Carlos Sainz (E)/Lucas Cruz Senra (E) – VW Race Touareg – 5h 31m 58s

Die Top 10 der Gesamtwertung nach der 11. Etappe:
1. Nasser Saleh Al-Attiyah (QA)/Timo Gottschalk (D) – VW Race Touareg – 38h 16m 01s
2. Giniel de Villiers (ZA)/Dirk von Zitzewitz (D) – VW Race Touareg – 39h 07m 50s
3. Carlos Sainz (E)/Lucas Cruz Senra (E) – VW Race Touareg – 39h 43m 28s
4. Stéphane Peterhansel (F)/Jean-Paul Cottret (F) – BMW X3 CC – 39h 56m 46s
5. Krzysztof Holowczyc (PL)/Jean-Marc Fortin (B) – BMW X3 CC – 42h 18m 55s

6. Mark Miller (USA)/Ralph Pitchford (ZA) – VW Race Touareg – 42h 58m 39s
7. Ricardo Leal Dos Santos (P)/Paulo Fiùza (P) – BMW X3 CC – 44h 31m 39s
8. Christian Laveille (F)/Jean-Michel Polato (F) – Nissan Dessoude – 45h 18m 57s
9. Guilherme Spinelli (BR)/Youssef Haddad (BR) – Mitsubishi Lancer – 46h 16m 53s
10. Matthias Kahle (D)/Thomas Schuenemann (D) – SMG Buggy – 52h 34m 15s

(Bilder & Infos: X-Raid / dakar.com)

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