Rückblick: Der BMW Z1 von 1988

BMW Z | 7.01.2011 von 14

Im letzten Jahr berichteten wir ausführlich über das Jubiläum bei der 1985 gegründeten Forschung und Technik GmbH der BMW Group. Heute soll es um ein …

Im letzten Jahr berichteten wir ausführlich über das Jubiläum bei der 1985 gegründeten Forschung und Technik GmbH der BMW Group. Heute soll es um ein besonderes Fahrzeug gehen, mit dem die Arbeit damals begonnen hat: Der BMW Z1 Roadster sollte zeigen, welche Möglichkeiten in neuen Werkstoffen stecken und zudem alternative Lösungen in Sachen Karosseriekonzept erproben.

Bei den Entwicklungsprozessen wurde ebenfalls intensiv nach Verbesserungspotential gesucht. Das später entwickelte, aber nie gebaute BMW Z1 Coupé auf Basis des Roadster legte zudem die Grundlage für die heute übliche Plattformstrategie, bei der möglichst viele Modelle auf derselben Fahrzeugarchitektur gebaut werden.

BMW-Z1-Roadster-05

Die Außenhaut des BMW Z1 besteht aus Kunststoff und besticht zudem mit ihren elektromechanisch versenkbaren Türen, die das Fahrzeug bis heute unverwechselbar machen. Dank der Kunststoffhaut war das Fahrzeug mit weniger als 1.300 Kilogramm besonders leicht, die hohen Seitenschweller boten zudem ein zu dieser Zeit ungekanntes Niveau in Sachen Seitenaufprallschutz.

Grundlage des Fahrzeugs war ein monocoqueartiges Stahlchassis mit eingeklebtem Kunststoffboden, an dem die sichtbaren Karosserieteile befestigt wurden. Besondere Aufmerksamkeit hat auch die Hinterachse verdient, denn hier kam ebenfalls Zukunftstechnik zum Einsatz: Die zentralpunktgeführte, sphärische Doppelquerlenker-Hinterachse bot die Basis für das beeindruckende Handling des BMW Z1, der von einem 170 PS starken Reihensechszylinder angetrieben wurde und eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h erreichte.

Dank der verbesserten Entwicklungsprozesse konnte auch die Serienfertigung äußerst schnell erfolgen: 1988, nur drei Jahre nach Beginn des Projekts, rollten die ersten BMW Z1 Roadster auf der Straße. Die Entwicklung einer Version für die Produktion in kleinen Stückzahlen, die ja zunächst nicht geplant war, wurde sogar erst im Sommer 1986 beschlossen. Bereits auf der IAA im Herbst 1987 wurde der Z1 dann dem Publikum vorgestellt.

Auch als Grundlage für ein BMW Art Car diente der zweisitzige Roadster: 1991 nutzte der in Dresden geborene Maler und Bildhauer A. R. Penck den Z1 als Leinwand und schuf eines von inzwischen 17 Art Cars.

Bis 1990 wurden 8.000 Exemplare des BMW Z1 gebaut, nachdem die Stückzahl aufgrund der großen Nachfrage mehrfach angehoben wurde. Heute sind die gut erhaltenen Exemplare bei Sammlern sehr begehrt und erzielen noch immer hohe Preise. Dafür verantwortlich ist neben der geringen Stückzahl auch die ausgefeilte Technik, die man andernorts bei Fahrzeugen dieser Baujahre vergeblich sucht.

  • mb81

    ein Traum!!!

  • Maddy

    Der Z1 mag eine Legende sein, er war aber nicht wirklich besonders leicht, da gibts ein wesentlich besseres Beispiel (auch aus dem Sektor Klein – Leicht – Offen) was sich zudem SEHR VIEL häufiger verkauft hat (und bis heute gebaut wird), als ein Z1.
    Konventionell gebaut, sensationelles Fahrwerk, genial simple Konstruktion und für fast Jederman erschwinglich.

    Der Z1 ist ein Meilenstein in BMWs Geschichte, aber für mich ist ein Auto viel faszinierender, weil es einfachste Technik, irrsinnigen Fahrspass und eine brachiale Zuverlässigkeit bietet.

    Von der gigantischen Comnmunity (in der es Tausende BMW Fahrer/Fans gibt) rund um den Globus ganz zu schweigen.

    Mazdas MX-5

    • Die_allianz

      damit hast du recht! Auch heute wünschen sich viele Anhänger von BMW/Audi/Taxi-Hersteller/… was Mazda seit Jahren baut und keiner schafft zu kopieren.
      Roadster, leicht, Heckantrieb, zuverlässig, günstig, und neuerdings Stoff oder Stahldach wählbar!
      Jeder sollte dankbar sein für dieses Auto, da es den ‘großen’ Herstellern vormacht, was geht!

      • Maddy

        Ich hoffe inbrünstig, das BMW den Z2 baut. Genau das Auto bräuchte die Auto Welt.
        Klein, recht leicht, gute Motoren, relativ preiswert, kaum Austattung….

        Mazda versaubeutelt den MX-5 derzeit ein bißchen, da wäre es wünschenswert, das die zweite Marke, an der das Herzblut hängt, einen nicht enttäuscht 😉

        Das 1er M Coupé ist ein guter Anfang 🙂

    • Lennardt

      Ein Hoch auf den Mazda MX-5! 😀
      Mal im ernst: hab gehört dass ziemlich viele MX-5-Fahrer stärkere Motoren vermissen.

      • Maddy

        ja. Wobei der Hauptaugenmerk beim MX-5 mehr auf dem Fahrwerk und dem Fahrspass liegt. Die Basis ist klasse (Doppeldreiecksquerlenker rundum, Heckantrieb, große Motoren mit Torsen oder Super LSD Sperrdifferential), leider ist das Serienfahrwerk stark unterdämpft, kann aber gegen diverse gute Gewindefahrwerke getauscht werden, was in Kombination mit Semis für abartige Kurventempi sorgt.

        Die Motoren sind grundsätzlich nicht übel und für irre Laufleistungen bekannt, könnten aber ein bißchen mehr vertragen. Die ca. 120-130 die meiner hat 😉 reichen mir. Bei dem Auto gehts um das Erlebnis des Fahrens und um Kurven, Kurven, Kurven. Mit der saukurzen Übersetzung gibts kaum was, was auf nem Alpenpass mithalten kann (ausser den kleinen Engländern vielleicht). Das Gewicht ist halt mit ausschlaggebend.

        Viele in der Szene hoffen drauf, das BMW den Z2 nicht aufgibt und mal wirklich einen richtigen Knaller rausbringt. Sind halt viele verkappte BMW Fans drunter und die Designentwürfe waren ja vielversprechend.

  • Bär

    Schönes Auto, kann es zum Glück öfters mal sehen. In meiner Straße hat jemand einen 😀

  • mitsu

    Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, als der Z1 das Licht der Welt sah. Ich durfte noch nicht Autofahren, aber dennoch war ich als Autonarr absolut begeistert von dem Fahrzeug.
    In den letzten Jahren durfte ich hin und wieder mit dem Z1 meines Nachbarn in dunkelgrün fahren. Allein der 170PS Reihenmotor war ein Traum.

  • Steve8178

    A Traum das Teil… Für mich immer wieder unerreicht mit den versenkbaren Türen… 😛

    • Maddy

      Aber es zieht saumäßig und im Herbst ist das sowas von zugig, wenn man die offenlässt 😉

  • Ralle

    Der Z1 ist ein Traum. dagegen ist mein Z3 ein Rückschritt. un das sage ich obwohl ich meinen Z3 nie freiwillig hergeben werde. Mazda hat beim Z3 alles richtig gemacht. Nicht aufgeblasen und behutsam weiterentwickelt. BMW hatte es mit dem Z3 auch in der Hand, aber der 6 Zylinder musste ja rein und irgendwann wars nimmer gut genug und ein neues Design musste her (Z4).
    Der Schmalarsch Z3 hätte gereicht. Und mehr als 180PS braucht kein Mensch, wenn das Auto 1200 Kilo wiegt. Sollte der Z2 kommen ist auch der 5 Jahre später Geschichte, weil der BMW fahrer sich über Leistung idendifiziert und nicht über den reinen leistungsunabhängigen Fahrspass. Jetzt pack ich mich an der eignen Nase, hab den 3,0i 😉

  • Ralle

    sorry. Mazda hat natürlich beim MX5 alles richtig gemacht.

  • Hans

    Der Z1 wird mit Domstrebe erst zum richtigen Kurvenräuber. 🙂

  • Pingback: Video: Die Geschichte der BMW Roadster von 3/15 PS bis Z4 E89()

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