BMW 520d mit Achtgang-Automatik gewinnt AutoBild-Getriebevergleich

BMW 5er | 29.12.2010 von 15

Über die neue Achtgang-Automatik in allen neuen BMW-Modellen haben auch wir schon viele positive Worte verloren. Dabei spielen weniger die acht Schaltstufen eine Rolle als …

Über die neue Achtgang-Automatik in allen neuen BMW-Modellen haben auch wir schon viele positive Worte verloren. Dabei spielen weniger die acht Schaltstufen eine Rolle als die Art und Weise, mit der das Getriebe völlig unauffällig und daher praktisch perfekt seinen Dienst verrichtet. Eingriffe in die automatische Gangwahl sind höchstens bei extrem sportlicher Gangart nötig, ansonsten findet die Automatik stets die richtige Übersetzung. Die Zeiten, in denen ein Automatikgetriebe für spürbar schlechtere Fahrleistungen und mehr Verbrauch sorgten, sind ebenfalls vorbei.

Die AutoBild hat nun acht aktuelle Automatikgetriebe miteinander verglichen und wollte dabei herausfinden, bei welchem Hersteller man momentan das beste automatisierte Getriebe erhält. Dem Vergleich stellten sich neben dem BMW 520d Touring F11 auch der Porsche Panamera mit Siebengang-PDK, der Mercedes SLS AMG mit Doppelkupplungsgetriebe, der Mercedes SL63 AMG mit siebenstufigem AMG Speedshift MCT, der Audi A1 mit S tronic genanntem DKG, der Audi A4 mit Multitronic genanntem CVT-Getriebe, der Smart ForTwo mit Fünfgang-Automat sowie der Exot Toyota Prius ohne klassisches Getriebe.

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Während alle anderen Fahrzeuge über Schwachpunkte in Einzeldisziplinen verfügen oder mit einem äußerst hohen Aufpreis verbunden sind, überzeugt das Getriebe im BMW 520d offenbar vollauf. 4,5 von 5 Sternen sichern dem von ZF gefertigten Wandlerautomaten den Spitzenplatz vor dem Porsche Panamera und dem Toyota Prius mit jeweils 4 von 5 Punkten.

Der gute alte Wandlerautomat bietet den besten Kompromiss. Speziell in Verbindung mit einer früh wirkenden Überbrückungskupplung und acht Fahrstufen überzeugt die effiziente Automatik des BMW auf ganzer Linie.

Auch im Gesamt-Fazit des Tests wird der BMW noch einmal lobend erwähnt:

Von wegen lahm und spritfressend – diese Zeiten sind endgültig vorbei. Das Beispiel BMW 520d zeigt, dass moderne Automaten weder den Fahrspaß vermiesen noch zum Mehrverbrauch beitragen.

Im BMW 5er kommt allerdings noch nicht die neueste Variante des Getriebes zum Einsatz, denn weder die Limousine F10 noch der Touring F11 sind momentan mit einer Start-Stopp-Automatik für das Achtgang-Getriebe lieferbar. Diese Funktion wird ab März zunächst für Modelle mit dem Allradantrieb xDrive erhältlich sein und dann nach und nach auch bei den restlichen Varianten eingeführt.

Bereits heute arbeitet diese neueste Ausbaustufe im BMW X3 F25. Die Achtgang-Automatik ist zudem im BMW 5er GT, der neuen BMW 6er-Reihe, in den Modellen X5 und X6 sowie im BMW 760i erhältlich. Die restlichen Motorisierungen der 7er-Reihe werden spätestens ab dem Facelift für den F01 ebenfalls mit acht Schaltstufen erhältlich sein.

Da vermutlich die wenigsten Leser schon die Möglichkeit hatten, alle genannten Getriebevarianten zu testen, halten wir den Vergleich für sehr lesenswert. Zwar sammelt man im Lauf der Jahre viele Erfahrungen mit unterschiedlichen Getriebevarianten, einen direkten Vergleich der Konzepte kann man aber in der Regel nicht selbst anstellen. Zum kompletten Test der AutoBild geht es hier entlang.

  • Steve8178

    Gibts eigentlich was wo BMW nicht ausgezeichnet wird??!! 😛

  • Flo

    also ich hab unserern 535i GT jetzt ca. 1500km gefahren und meine meinung über die automatik ist zwiegespalten. JA, im automatik modus schaltet sie butterweich und unmerklich, wenn man aber das adaptive fahrwerk auf sport / sport+ schaltet, dann hält die automatik die gänge teilweise unlogisch lange und macht einen sehr nervösen eindruck. zudem ist es in kombination mit dem 35i motor irgendwie nicht möglich sanft & zügig zugleich anzufahren, denn entweder rollt man nur langsam los oder die hinterräder werden vom dsc eingebremst.

    • Benny

      Man kann doch im iDrive einstellen, ob bei der Wahl des Fahrwerks-Modus nur das Fahrwerk oder auch der Antriebsstrang sportlicher sein sollen. Wählt man hier nur das Fahrwerk, hat es IMHO keine Auswirkungen auf das Verhalten des Getriebes. So kann man auch stets im normalen Getriebemodus bleiben, der auch meiner Meinung nach am besten funktioniert. Der Modus S ist zumindest in Fahrzeugen wie dem 535i GT überflüssig, weil der Motor in praktisch jeder der acht Schaltstufen über genügend Saft verfügt, ich habe mich jedenfalls nie zu manuellen Eingriffen genötigt gefühlt. Bei sportlicheren Modellen wie beispielsweise einem 550i F10 mögen die Schaltwippen am Lenkrad für manchen Fahrer unverzichtbar sein, aber ich denke, dass man auch dort hervorragend mit dem Normalmodus klarkommt.

      • Mitsu

        Man, kann es im iDrivemenue einstellen. Es sieht schon fast so aus, dass da ein Flo vielleicht doch gar keinen GT fährt? Und zum “nervösen” Sport/Sport+: Da ist gar nichts nervös und die lang gehaltenen Schaltstufen tragen dazu bei, dass man das Gefühl einer Motorbremse wie beim Schalter hat. Das ist gewollt und auch gut so, besonders im Bergischen (sehr zu empfehlen mit dem richtigen Auto) oder im Teutoburger Wald…

        • Lennardt

          Ob Flo nun GT fährt oder nicht ist Spekulation und aufgrund SEINER kurz beschriebenen Erfahrungen das in Frage zu stellen ist unnötig.

          • SebastianW

            Wahre Worte…

            Und ich kann aus eigener Erfahrung durchaus bestätigen, dass das Anfahren, besonders wenns etwas flotter vonstatten gehen soll, zu ruckartig ist.
            Dies ist aber eigentlich auch die einzige Schwäche, die ich feststellen konnte.

  • Marco83

    Bei Sport+ werden die Gänge sicher ganz bewusst lange gehalten, und die Automatik wird schneller auf Gasbefehle reagieren als im Comfort Modus, dies ist ja möglicherweise auch für eine sportliche Fahrweise nötig, deswegen wirkt die Automatik hier nervöser, da sie eben anders arbeitet als in anderen Modis… 😉

  • rdog

    Ist es denn nicht auch so, dass die modernen Automatikgetriebe “lernen”?! Jedenfalls ist das bei meinem ALPINA mit Automatik der Fall und die ist ja auch von ZF. Anfangs war es wirklich etwas ruppig von der Gangwahl, aber nach mittlerweile 10k km wird der Gang eingelegt, den ich auch manuell nehmen würde. Ansonsten kann ich dem nur zustimmen:früher habe ich einen riesen Bogen um Fahrzeuge mit Automatik gemacht, weil Kopfnicken und Mehrverbrauch inklusive, z.T. haben die das Auto auch lahmer gemacht und waren anfãllig. Heutzutage würde ich nur einen Extremsportler mit Manuellgetriebe nehmen, eine Lotus oder den 1er M vielleicht..Aber Geschmãcker sind ja bekanntlich verschieden.

  • BMW Fan

    Die Achtgangautomatik ist perfekt – butterweich, wenn man will auch sportlich und sie verschönert nicht zuletzt das Interieur des 5ers. Ich will gar nicht die neueste Automatik mit Auto StartStop-Funktion, das sieht im Cockpit nicht schön aus und muss auch nicht sein bei einem Diesel.

  • 12345

    Dass das siebengang mct auf dem sechsten und das siebengang dct auf dem fünften platz sind, zeigt doch schon wie viel man von diesem Vergleich halten kann. Die nehmen acht völlig verschiedene Autos und beschweren sich dann darüber, dass die Serienausstattung der zwei teuersten Autos zu teuer ist.

  • Marco83

    Ja, eben typisch Bild !

    Mehr sag ich zu diesem Thema keinesfalls, nicht dass noch einer von diesem
    Verein hier mitliest und mich dann noch belangt wegen Image Schädigung oder so… 🙂

  • Clemens

    Was steht da für ein Unsinn über den Prius!

    “Zwar gibt es im Prius einen Planeten-Zahnradsatz,der bietet jedoch nicht wie bei einer konventionellen Automatik mehrere Gang-Kombinationen. Im Prinzip bewegt der Verbrennungsmotor nur einen Generator, der entstehende Strom treibt über eine zweite E-Maschine die Räder an beziehungsweise lädt die Fahrbatterie.”

    Das wäre die Wirkungsweise eines seriellen Hybriden, z. B. Opel Ampera. Im Prius dient das Planetengetriebe dazu, die Drehzahl des Elektromotors zu der des Verbrenners zu addieren oder davon zu subtrahieren. Dadurch hält man den Verbrenner stets im gewünschten Drehzahlbereich.

    Wie lange gibt es den Prius schon? 13 Jahre. Und noch immer sorgt das Getriebekonzept – das übrigens noch älter ist – für Verwirrung. Kein Zweifel, das Abendland wird untergehen.

    • Clemens

      Zu früh den Untergang des Abendlandes beschworen. Bei den nächsten Bildern wird auf die eigentliche Wirkungsweise eingegangen.

  • Flo

    Sorry aber wenn ich nicht mit dem GT fahren würde, dann würde ich auch nichts durber schreiben. Ich bin auch jetzt gerade wieder damit unterwegs in Berlin. Ich bin ahc wie vor der Meinung, zügiges anfahren ist echt eine Qual. Wenn man das Getriebe auf normal lässt, dann kommt es mir persönlich zu träge vor, wenn man doch mal Leistung benötigt. Stellt man auf Sport / Sport + dann ist es durch die hohen Drehzahlen und das lange halten fur mich einfach zu krampfhaft sportlich.
    Vielleicht liegt es auch einfach an der Motor-/Getriebe Kombination, der 530d GT den ich mal gefahren bin, konnte das alles deutlich besser.

    Nchts desto trotz, das Getriebe ist wirklich toll, hat fur mich nach inzwischen ca. 2500 selbst gefahrenen km aber auch Schwachstellen (die wie schon gesagt auch durch den Motor zu Stande kommen können).

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