BMW Motorrad denkt ebenfalls über Elektro-Roller für die Stadt nach

BMW Motorrad | 26.10.2010 von 0

Mit den MINI Scooter E Concepts haben wir erst vor wenigen Wochen einen Ausblick darauf erhalten, wie man sich die individuelle Mobilität der Zukunft auf …

Mit den MINI Scooter E Concepts haben wir erst vor wenigen Wochen einen Ausblick darauf erhalten, wie man sich die individuelle Mobilität der Zukunft auf zwei Rädern bei der BMW Group vorstellt. Bei den drei Studien mit identischem Antriebsstrang stand allerdings auch der Faktor Lifestyle im Zentrum, außerdem sorgte die Auslegung als Stadt-Scooter für relativ humane Anforderungen in Sachen Reichweite und Fahrleistungen.

In einem Interview mit Business-Panorama.de hat Hendrik von Kuenheim, der Leiter von BMW Motorrad, nun über zukünftige Modelle von BMW Motorrad gesprochen und dabei auch den MINI Scooter E kommentiert. Dass ein Elektro-Roller von BMW in Sachen Fahrleistungen und Reichweite andere Anforderungen erfüllen müsste, ist dabei Kernpunkt der Betrachtung. Einen Ausblick auf mögliche Elektro-Zweiräder von BMW Motorrad könnten wir schon Anfang November anlässlich der EICMA in Mailand zu sehen bekommen, gegebenenfalls werden wir natürlich darüber berichten.

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Auch die Studie C1-E, die vor rund einem Jahr einen Kabinenroller C1 mit Elektroantrieb zeigte, wird von BMW offenbar weiterhin in diverse Überlegungen einbezogen. Besonders für urbane Räume seien derart sichere und allwettertaugliche Konzepte auch weiterhin interessant, vor allem, da man einige Kritikpunkte am C1 mittlerweile beheben konnte.

Gegenüber Motorrad-Herstellern ohne großen Konzern im Rücken wähnt sich BMW Motorrad außerdem aus finanziellen Gründen im Vorteil. Die Entwicklung der entsprechenden Technologien koste die Automobilhersteller Milliardenbeträge, die sich viele Motorrad-Hersteller schlicht nicht leisten können. BMW Motorrad würde hier vom Know How der Mutter profitieren und könnte somit schon relativ bald ein eigenes Konzept mit Elektroantrieb vorstellen.

Dennoch glaubt von Kuenheim nicht, dass sich mit der ersten Generation von Elektrorollern Geld verdienen ließe. Da im Motorrad-Markt der Preis eine große Rolle spiele und die Elektro-Technik heute noch sehr teuer sei, könne man kaum mit größeren Stückzahlen rechnen.

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Außerdem wird der Faktor Reichweite den Freiheits-Gedanken, der für viele Kunden mit dem Motorrad-Fahren verbunden ist, ständig einschränken. Ein spontaner Trip über mehrere hundert Kilometer wird mit Elektro-Motorrädern auf absehbare Zeit nicht möglich sein. Daher scheinen Lösungen für das urbane Umfeld derzeit der einzig gangbare Weg zu sein, auf große Maschinen für längere Strecken wird man offenbar noch länger warten müssen.

Das komplette Interview, dass durchaus auch Fragen der automobilen Elektromobilität behandelt, könnt ihr direkt bei Business-Panorama.de nachlesen.

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