BMW ALPINA B5 BITURBO – Mit über 300 km/h durch die Steilkurve

BMW 5er | 28.09.2010 von 26

Einmal im Jahr lädt die Zeitschrift auto motor und sport die Sportwagenelite zum Highspeedtest in die italienische Region Apulien. Dort befindet sich die 12,5 km …

Einmal im Jahr lädt die Zeitschrift auto motor und sport die Sportwagenelite zum Highspeedtest in die italienische Region Apulien. Dort befindet sich die 12,5 km lange Pista di Nardò, eine kreisförmige Hochgeschwindigkeitsteststrecke.

Die aktiven Gäste bei dem alljährlichen Meeting sind Sportwagen und Supersportwagen, aber auch regelmäßig unscheinbare blau lackierte bayrische Limousinen aus Buchloe. ALPINA trat dieses Jahr nunmehr zum vierten Mal mit einem Modell an, um die proklamierte Höchstgeschwindigkeit jenseits von Porsche und Maserati zu beweisen. In der Vergangenheit war es dabei nicht ungewöhnlich, wenn die Modelle deutlich schneller waren als im Prospekt angegeben.

ALPINA_B5_Nardo

Dieses Jahr mogelte sich also die brandneue BMW ALPINA B5 BITURBO als biedere Businesslimousine unter das Feld von Ferrari 458, Lamborghini Superleggera und Mercedes SLS. Bei nächtlichen 35 Grad Celsius im Stiefelabsatz von Italien fuhr der Super-5er auf die Piste.

Unabgeregelte 307 km/h sind in den Fahrzeugpapieren eingetragen und diesen Wert galt es zu erreichen oder besser noch zu überbieten. Können die 507-Bi-Turbo- PS den leer 1.920 kg schweren und nochmals in den Außenabmessungen gewachsenen 5er der F10-Generation unter den schwülen Bedingungen wirklich in diese Geschwindigkeitsregionen katapultieren?

Aber ja, sie können. In seinem zweiten Turn fuhr der B5 BiTurbo ganz easy und unauffällig fast 6 km/h mehr als angeben. Um genau zu sein: 312,6 km/h und damit 5,6 km/h. Und dabei wurden keine Taschenspielertricks in Form von abmontierten Außenspiegeln, abgeklebten Karosseriefugen oder speziellen Radverkleidungen angewandt.So wie dort in Nardò die Höchstgeschwindigkeit mit einem Straßenkonformen Wagen erfahren wurde, kann es der glückliche Besitzer auf der deutschen Autobahn ebenfalls gleichtun.

Im Rahmenprogramm des Highspeedtestes wurde auch die Beschleunigungsleistung ermittelt. Der neue ALPINA B5 zeigt sich dort ebenso potent:

0-100 km/h in 4,76 s
0-200 km/h in 15,23 s
0-300 km/h in 55,94 s.

Das Schönste am Wagen ist zweifelsohne seine Seriosität und zurückhaltende und gediegene Erscheinung. Die geringe Stückzahl im dreistelligen Bereich sichert ihm ebenfalls Exklusivität, die manchen Sportwagen als Massenprodukt erscheinen lassen. Welche Veränderungen der ALPINA B5 BITURBO von seinem Ausgangsprodukt, dem BMW 550i F10, erfuhr, könnt ihr übrigens bald in einem ausführlichen Artikel auf dieser Seite nachlesen.

(Bildquelle: Alpina-Automobiles.com)

  • Steve8178

    Wiedermal muss man eine LIIMO gegen Supersportler testen. HOFFE BALD KOMMT BMW MIT DEM SUPERSPORTLER. Jedenfalls hat er sich super geschlagen. ^^

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    • TheRealDaniel

      Finde ich hier nicht so tragisch, ist ja kein Handling- bzw. Rennstreckenvergleich. Der Alpina muss sich mit 313 nicht verstecken, ein SLS läuft grad mal 5km/h schneller. Da sind doch regelmäßig Limos dabei, erinnere mich z.B. auch an den Cadillac CTS-V. 🙂

      • Wooden

        Der Cadillac fuhr übrigens trotz 57 Mehr-PS 6 km/h langsamer als der neue B5.

  • Andreas1984

    Ist ja nicht das erste Mal das eine Limousine dabei war. Der Vorgänger war ebenso schon dabei wie der B7 (E65).

  • Chris35i

    Saubere Leistung – Respekt.

  • Südstaatler

    Komisch. Mein M5 schaffte zuletzt nur 292 km/h statt der angegebenen 304.

    Ok, es war auch ziemlich stark am regnen. Könnte es daran liegen?

    • Südstaatler

      ok 7 von 7 haben den witz nicht verstanden 😀

  • TheRealDaniel

    Es geht doch weniger um das Erreichen an sich, sondern um die Fahrbarkeit am Limit und die Elastizitätswerte. Da wurde etwas zu wenig drauf eingegangen bei der AMS.

    • Wooden

      Worauf kommt es wohl bei einem Highspeedtest, für den man im fernen Süditalien extra ein Hochgeschwindigkeitsoval anmietet und bei dem die Geschwindigkeiten sogar im Zehntelbereich angegeben werden, an? 😉

  • M-Fetischist

    Wie immer ist der Alpina ein fast vollkommenes Fahrzeug, nur wird er es – meiner Meinung nach – schwerer gegen den neuen M5 haben als der letzte B5/S gegen den E60 M5.

    Das dem so ist, wird nicht zuletzt daran liegen, dass der M5 diesmal kein SMG Getriebe bekommt, sondern mit einer seidigen Automatik um die Ecke fährt, welche ihn weitaus alltagstauglicher machen wird, als seinen Vorgänger.

    Die einzige Marge die ich für den B5 – neben der seiner treuen Fans – sehe ist die des Touring, da die durch die M GmbH ja nicht mehr bedient wird.

    Lassen wir uns überraschen =). 312 km/h sind jedenfalls ein Wort… Mal sehen wie sich ein möglicher B5S in ein paar Jahren schlägt ;).

    LG

    M-Fetischist

    • Steve8178

      Hey du Fetischist. Die Unterschiede zu Alpina und der M GmbH waren doch immer meist, das die M GmbH einen Sauger nahm und ein Hochdrehzahlkonzept verbaute, Motorentechnik vom feinsten.
      Bei Alpina war das doch schon etwas anders, denn mit Turbos war man meist immer anders unterwegs als die M GmbH. Das mit dem Getriebe wäre das nächste.

      Jetzt kommt der Alpina mit Bi Turbo wie der neue M5 und V8 Technik, unterschiede wird es da nur noch in der Motorkarakteristik geben.

      Was ich aber interessant finde, alter E60 M5 mit 507ps/Sauger und V10, knapp um die 300km/h und der neue B5 V8 Bi-Turbo auch 507 ps von Alpina mit über 310km/h. Ich denke auch die Aerodynamik des neuen 5er ist schon um welten besser.

      Aber was der neue M5 im Stande leisten kann, lässt sich schon erahnen, mehr als je zuvor.

      Was sagt ihr??

      • Lennardt

        😀 Hat gedauert, bis ichs verstanden hab, was du überhaupt willst mit den 5000 Korrekturen.
        Also zum Fetischist würd ich sagen, dass der E60 M5 mit dem V10 an sich ein ziemlich harter Brocken für Alpina war, aber da Alpina eben eine andere Motor- und allgemein Modellphilosophie verfolgt, gab es nicht allzu große Überschneidungen, was sich beim kommenden M5 sicherlich ändert.
        Und ich kann mir fast nicht vorstellen, dass der kommende V8 im M5 beim Potential des V10s gleichtziehen kann, weil der V10 war hart für das was er an Leistung durch gutes Drehmoment bei hohen Drehzahlen leistet und dazu durch Turbos, wie z.B. bei G-Power M6 pervers ausgereizt, noch steigerungsfähig. Beim V8 wird das schwieriger kann ich mir vorstellen.

      • Lennardt

        Ach so und der Alpina rennt mehr weil Alpina soweit ich weiß immer ein ganzes Stück weniger Leistung angibt als wirklich drin ist.

      • M-Fetischist

        Hi Steve,

        Du hast vollkommen Recht mit deinen Aussagen. Es ging mir bei meiner – kurz abgehandelten – Betrachtung natürlich weniger um die verfolgten Philosophien, sondern vielmehr um den Markt in den beide Stoßen.

        Klar wird der neue M5 auch eine Wucht werden, egal wie man nun zu “Downsizing” und Aufladung steht.

        Woher habt ihr eigentlich die Infos das der E60 offen unter 300 rennt?

        Ich will hier nichts anderes behaupten aber wenn schon der E39S offen 292 km/h rannte und der E60 nochmal ~ 100 PS drauf packt… ? Power Taste nicht gefunden? 😉

        LG

        Fetischist

        • Lennardt

          Bei steigendem Tempo braucht man eben mehr Leistung für eine Geschwindigeitssteigerung. Opel Corsa mit 45Ps der 150 läuft lässt sich auch leider nicht hochrechnen auf 507PS 😉

          • M-Fetischist

            Äpfel und Birnen Lennardt.. Äpfel und Birnen…

          • Lennardt

            Soll heißen, dass wenn 400PS für 292 reichen, müssen 507 nicht für über 300 bei einem noch dazu breiterem Auto reichen.
            Deswegen das Corsabeispiel, wenn man mit 45ps 150 schafft muss man nicht zwangsläufig mit 90 in dem selben Auto 300 schaffen.

          • M-Fetischist

            Das der E60 breiter ist als der E39S kann dahinstehen, da beide einen Cw Wert von 0,31 besitzen und dieser Unterschied bezüglich Höchstgeschwindigkeit ergo gänzlich unerheblich ist =).

          • M-Fetischist

            Zuma, Zitatl:

            “SA 7ME “M Driver’s Package:

            Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf 305 km/h, BMW Fahrer Training, SA 754 ‘M Heckspoiler’. Die angehobene Höchstgeschwindigkeit steht erst nach durchgeführter Einfahrinspektion und einer Laufleistung von 2.000 km zur Verfügung.

            Hinweis: Eine Nachrüstlösung für bereits ausgelieferte Fahrzeuge ist über BMW M GmbH erhältlich.

            (verdecktes Angebot)”

            Quelle: BMW Verkäuferhandbuch BMW 5er Limousine, S. 48, Stand: März 2007

            LG

            Fetie…

          • Lennardt

            An sich richtig, nicht aber die Formulierung dass der der Cw-Wert gleich ist und deshalb die gleiche bzw. eine höhere Endgeschwindigkeit zu erwarten sei. Der Cw-Wert ist nicht absolut. Um auf die Höchstgeschwindigkeit zu kommen wird man die ganze Luftwiderstandsgleichung noch nach vmax umstellen müssen und dabei bemerken, dass da noch die Fläche, die im Fahrtwind steht, eine nicht gerade untergeordnete Rolle spielt und sich leider auch nicht rauskürzen lässt. Wäre eine feine Sache wenn die Autos trotz der größeren Dimensionen weniger Windwiderstand zu scheben hätten, aber Physik bleibt ein mieser und durch und durch kosequenter Gegner 😉

    • KR1S

      Ich glaube, dass der B5 hier eher die Lücke zwischen 550i und M5 füllt, somit der Markt durchaus vorhanden ist.

      Chris

      • Wooden

        Der ALPINA von 5er-Basis ist eher die komfortablere und exklusivere Variante des M5 statt ein Lückenfüller. Die Leistung und damit auch das Beschleunigungsvermögen ist bei beiden stets auf demselben hervorragenden Level.

        • KR1S

          Naja, leistungsmäßig liegt er eben dazwischen, und nicht auf dem (zu erwartenden) Niveau des neuen M5: 407-507-585? PS

          Chris

          • Wooden

            Ja stimmt, wenn der nächste M5 585 PS erhalten sollte, wird er sich in der Beschleunigung auch minimal vom B5 absetzen können. Dennoch werden beide sicherlich wie gehabt preislich auf einem Niveau liegen und den Besteller vor die Qual der Wahl stellen: Speed und Komfort (B5) oder Speed und sportlichste Fahrzeug seiner Klasse (M5). 🙂

  • M-Fetischist

    @ Wooden

    Glaub ich auch das der B5 wieder die schnellen Langstreckenfahrer und der M5 die “Sportwagenfreunde” ansprechen wird. 🙂

    Aber ich glaube das zwischen B5 und M5 diesmal ausstattungsbereinigt einige 1.000er mehr zugunsten des B5 liegen werden.

    LG

    Fetie

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