DTM-Einstieg: BMW wirbt offenbar Mitarbeiter bei Mercedes ab

Motorsport | 9.09.2010 von 13

Der Wechsel von Technikern gehört im Motorsport fast genauso zum Alltag wie im Fußball und wenn eine Marke in eine Rennserie einsteigen möchte, in der …

Der Wechsel von Technikern gehört im Motorsport fast genauso zum Alltag wie im Fußball und wenn eine Marke in eine Rennserie einsteigen möchte, in der sie seit Jahren nicht vertreten war, ist das Streben nach einem gewissen Erfahrungstransfer nicht ungewöhnlich. Norbert Haug hat sich nun allerdings gegenüber Speedweek verärgert über die Abwerbe-Versuche von BMW Motorsport gezeigt, denn offenbar möchten Dr. Mario Theissen und sein Team den einen oder anderen erfahrenen Techniker und Fahrer vom Wettbewerber aus Stuttgart nach München locken, um sich selbst den für 2012 geplanten Einstieg in die DTM zu erleichtern.

Wie gesagt, ein derartiges Verhalten ist nicht ungewöhnlich, aber wir können natürlich wie alle Außenstehenden nicht einschätzen, inwiefern BMW hier offensiver und damit aggressiver vorgeht, als es üblich ist. Welche Teams und Fahrer letztlich für BMW an den Start gehen, lässt sich momentan natürlich noch nicht einschätzen, den harten Kern könnten aber die Einsatzteams von Schnitzer Motorsport und RBM bilden, auch die Fahrer könnten aus dem großen Tourenwagen-Pool von BMW Motorsport kommen. So ist beispielsweise der mehrfache Weltmeister Andy Priaulx bei BMW unter Vertrag und äußerte erst kürzlich, gerne auch in der DTM für BMW an den Start zu gehen.

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Aber Norbert Haug hat sich nicht nur über die Abwerbe-Versuche aus München beschwert, sondern kritisiert auch die fordernde Haltung von BMW, Einfluss auf das Reglement für 2012 nehmen zu wollen. Offenbar sind die Differenzen hier doch größer, als bisher kommuniziert wurde. BMW möchte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein seriennäheres Reglement, das den Wettbewerbern von Mercedes und Audi keinen zu großen Erfahrungsvorsprung liefert, das Interesse der beiden etablierten DTM-Marken geht naturgemäß in die andere Richtung.

Dennoch glauben wir, dass BMW den DTM-Einstieg nicht mehr platzen lässt. Mittlerweile wird schon seit einigen Wochen am Motor für die Saison 2012 gearbeitet und mit Sicherheit wurden auch schon viele andere Grundlagen gelegt, um 2012 von Beginn an konkurrenzfähig zu sein. Das Interesse daran, zunächst abgeschlagen dritte Kraft der DTM zu sein, hält sich in München erwartungsgemäß in Grenzen.

BMW möchte nach aktuellem Stand sechs Fahrzeuge in drei Teams an den Start bringen. Sobald es hier weitere Neuigkeiten gibt, werden wir natürlich darüber berichten.

  • Steve8178

    Ach der Nobby, diese Großf…. wieder, überall den großen Mund, so wie immerin der DTM, “Man solle uns nicht abschreiben” oder “wir schlagen zurück” höre man schon seit Jahren immer wieder und das ganze als “Motorenlieferant”. Nun als man das Weltmeisterteam “Brawn” übernimmt geht man völlig unter. Sogar Renaul ist mit Kubica schneller und Williams ist auch fast schon vorbei. Und trotzdem immer wieder diese Sprüche jedes Rennen. Warten wir ab was wird wenn Mercedes nächstes Jahr auch noch hinterher fährt was dann wird. Der Vorstand will nicht “nur” Siege sondern ganz oben stehen am Ende.
    DTM ist da schon was anderes, denn bei 2 Herstellern in ist schon leicht und auch einfach mal vorne zu landen. BMW alleine bringt hier nicht so viel, noch ein Hersteller muss her, ich glaube gehört zu haben Opel, oder auch Toyota. Das wäre doch mal was 5 Hersteller, so wie in den GLANZJAHREN der DTM. ALFA war ja auch mal so toll vertreten. Jedenfalls macht BMW das genau richtig.
    Und das sich der Nobby wehrt gegen BMW ist doch logisch, stellt euch mal vor, BMW fährt gleich vorn mit, aber das geht auch nur mit dem neuen Reglement. Denn dann fangen quasie alle wieder bei 0 an, bzw. hätte BMW nicht so einen großen Nachteil.

    BMW muss auch “jetzt” schon am Motor arbeiten, man will ja nicht das Schlusslicht darstellen. Hoffe die DTM wird so wie vor 10 Jahren mit viel Farben und vielen Herstellern und keine Steroidenbomber.

    DTM 2012 Daumen hoch

    • Steve8178

      Erster Abschnitt meinte ich natürlich die F1.

  • BMWfan

    Hoffentlich überlegt es sich BMW noch anders und bleibt auf der Langstrecke! Welch Kindergarten die DTM ist bekommt man normal gar nicht mit…

  • quickjohn

    Da kann ich BMWfan nur beipflichten. Nach einem evtl. BMW-Einstieg wird das jetzt künstlich unter der Decke gehaltene Konflikt-Potential voll zum Ausbruch kommen. Vor der Politik muss Einem jetzt schon Grausen.

    Ich finde auch dass BMW die DTM – bzw. die jetzt dort engagierten Hersteller – nicht einfach so aufwerten sollte. Die Publicity für diese wird doch enorm sein.

    Ich würde mir BMW auch lieber im GT-Sport wünschen, aber da gibt es zwei grosse Hindernisse:
    1. Das instabile Reglement
    2. das fehlende Basis-Fahrzeug bei BMW

    Ein M3 mag zwar ein geeignetes und entwicklungsfähiges Fahrzeugkonzept haben, ein GT ist er halt im Serienzustand nicht. Deshalb sind Sporterfolge nur schwer auf das Serienfahrzeug zu transferieren.

  • Paul

    Da bekommt der “Norbert” wohl langsam ein bißchen Angst wenn er solche Aussagen macht^^. Moralischer ist es natürlich das damalige Weltmeisterteam “Brawn GP”(F1) komplett zu kaufen als sich in der DTM nach paar Mitarbeitern umzusehen. Echt lächerlich. Vieleicht sollte er vorher mal überleben bevor er was sagt.

    Genau, DTM is mir auch egal. GT-Sport hat für mich Priorität.

    Übrigens:
    Sonntag, den 12.09 12:30-13:46uhr und 17:45-19:00uhr auf Eurosport. Das wird GEIL! Intercontinental Le Mans Cup Silverstone (erstes von 3 Rennen)

    BMW M3 GT2 ftw!!!
    Daumen hoch!!!

    • Lennardt

      mhh ich würd erstmal kein vorzeitiges Rumgejuble veranstalten. Das ging -wenn man ehrlich ist- in der F1 auch schon gehörig schief.

  • XfrogX

    Alles deutet darauf hin das sich die dtm nicht viel ändern wird. auch einheitschassis und soweiter sollen wohl schon fix sein.

    BMW sollte dieser serie fernbleiben leiber sehe ich bmw kämpfend um platz 10 in der wtcc als siegend ein so einer dtm.

    • BMWfan

      Gegen die Frontkratzer muss sich BMW auch nicht mehr beweisen…

      Langstrecke finde ich besser, da kann man zukünftig auch mit alternativen Antrieben fahren!

  • Chris

    BMW soll lieber mal einen Supersportwagen bauen und sich aus der DTM fernhalten. Schade um die Kohle, wenn die schon gegen Frontkratzer verlieren… 😉

    Lieber die Kohle in die Serienfahrzeuge und neue Turbo-Motoren investieren. Damit der nächste M3 (mit Bi-Turbo R6) wieder ein Geschoss wird.

    Just my 2Cents

    • Hannes

      Es ist schon bitter für BMW, daß manche WTCC-Zuseher ernsthaft glauben, dass die Fronttriebler mit Diesel auch bei einem fairen Reglement schneller wären als die Hecktriebler mit Ottomotor. Insofern ist es auch nachvollziehbar, wenn man die WTCC verlässt, offenkundig ist das Resultat eher negative als postive Publicity. Schade, denn das ist einzig und allein die Schuld von Zusehern wie Chris, die keinen Schimmer vom Reglement haben, sich dann aber eine Meinung bilden.

      • Steve8178

        Hey Hannes dein “die Schuld von Zusehern wie Chris, die keinen Schimmer vom Reglement haben” kann ich nur beipflichten, hatte ich mir auch gedacht, wer sowas sagt hat keinen Plan vom Reglement!!

      • Chris

        Das Leben ist kein Ponyhof ihr Fanboys. Wenn Seat das Reglement halt besser ausnutzt, dann ist BMW selber Schuld. So auch in der F1 mit Doppeldiffusor und F-Schacht.

        Abzocken und Tricksen oder loosen – that’s life! 😉

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