BMW Group legt Quartalsbericht für Q2 2010 vor

News | 3.08.2010 von 1

Heute morgen hat die BMW Group den Quartalsbericht für das zweite Quartal 2010 vorgelegt und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Nachdem man schon vor …

Heute morgen hat die BMW Group den Quartalsbericht für das zweite Quartal 2010 vorgelegt und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Nachdem man schon vor einigen Wochen angekündigt hatte, dass das Jahr 2010 wohl doch besser als zunächst befürchtet laufen würde, waren die Erwartungen ohnehin angestiegen – mit derart guten Zahlen hatte die Börse dennoch nicht gerechnet. Die Zahlen ernteten dann auch bei den eigentlich nüchternen Analysten äußerst positive Beurteilungen: herausragend, atemberaubend, fantastisch – mehr Lob kann man hier kaum erhalten.

Aber kommen wir zu den konkreten Zahlen: Insgesamt wurden in Q2 2010 380.412 Fahrzeuge ausgeliefert, womit der Vorjahreszeitraum um 12,5 Prozent überboten werden konnte. Die 36.175 Einheiten von BMW Motorrad entsprechen sogar einer Steigerung um 21,6%. Der Umsatz stieg von 12,971 Milliarden Euro um 18,3 Prozent auf 15,348 Milliarden. Vor Steuern konnte das Ergebnis auf 1,299 Milliarden Euro gesteigert werden, im Vorjahr standen hier lediglich 151 Millionen zu Buche.

BMW-Group-Quartalsbericht-Q2-2010

Auslieferungen und Umsatz im Überblick:

BMW-Group-Quartalsbericht-Q2-2010-Auslieferungen-Umsatz

In den ersten beiden Quartalen zusammen kommt die BMW Group auf 696.026 Einheiten und liegt somit 13,1 Prozent über dem Vorjahr. Der Umsatz der ersten sechs Monate liegt mit 27,791 Milliarden Euro 13,5% über 2009 und an Stelle eines Verlusts von 31 Millionen Euro steht in 2010 ein Überschuss von 1,158 Milliarden Euro zu Buche.

BMW-Group-Quartalsbericht-Q2-2010-Ergebnis

Verantwortlich für das Wachstum ist natürlich auch die Erholung der Weltwirtschaft, die sich schneller als erwartet rehabilitiert. Die Automobilmärkte der Welt konnten sich im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem schwachen Vorjahr um 14 Prozent steigern, womit etwas mehr als die Hälfte des Nachfrageeinbruchs ausgeglichen werden konnte. Man befindet sich also noch unter dem Vorkrisen-Niveau, aber eindeutig auf dem Weg der Besserung.

Weltweit größter Automobilmarkt bleibt China. Der dortige Markt konnte sich selbst im Krisenjahr 2009 um 50 Prozent steigern und liegt im ersten Halbjahr 2010 erneut rund 25 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der US-Markt konnte sich im ersten Halbjahr 2010 zwar um 17% steigern, ist aber noch weit vom Niveau früherer Jahre entfernt

In Europa sind die Ergebnisse stark vom Wegfall der verschiedenen Abwrackprämien beeinflusst. In einigen Ländern gab es solche Prämien auch noch im ersten Halbjahr 2010, weshalb sich die Märkte untereinander schlecht vergleichen lassen. Insgesamt lagen die europäischen Märkte knapp 1 Prozent unter dem Vorjahr und sind somit gut auf Kurs, denn das erste Halbjahr 2009 war beispielsweise in Deutschland dank der Abwrackprämie ein Rekordjahr.

BMW-Group-Quartalsbericht-Q2-2010-Automobile

BMW selbst konnte sich in den ersten sechs Monaten in Europa um 4,0% gegenüber dem Vorjahr steigern, für das zweite Quartal ergibt sich ein Wachstum um 3,6% auf 212.800 Einheiten. Auf dem deutschen Heimatmarkt konnten die Vorjahreszahlen nicht ganz erreicht werden, hier konnten im ersten Halbjahr 132.266 Fahrzeuge verkauft werden (-6,6%). Positive Nachrichten gibt es hingegen aus Großbritannien (73.129 / +20,6%), Frankreich (34.247 / +11,6%) und Spanien (23.431 / +35,9%).

Besonders interessant ist wie immer auch ein Blick auf die einzelnen Modellreihen. Mit Ausnahme von BMW 1er, BMW 6er und BMW X3 konnten sich dabei alle Modellreihen gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 verbessern. Bei allen drei genannten Modellreihen stehen die Nachfolger bereits vor der Tür und sind teilweise sogar schon vorgestellt, der 1er profitierte im Vorjahr außerdem von der Abwrackprämie.

Insgesamt kam die 1er-Reihe auf 103.819 Einheiten und liegt damit 5,1 Prozent unter dem Vorjahr. Wie gewohnt dominiert dabei der Fünftürer mit 59.695 Einheiten, es folgen Dreitürer (17.535), Cabrio (13.897) und Coupé (12.692).

Bei der 3er-Reihe entsprechen 199.027 Einheiten einem leichten Wachstum um 3,0 Prozent. Motor dieses Wachstums war wie gewohnt die Limousine (120.616 / +17,1%), die sich als einzige Karosserievariante der 3er-Reihe gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern konnte. Es folgen der Touring (36.693), das Coupé (22.641) und das Cabrio (19.077).

Trotz des Modellwechsels bei Limousine und Touring kann auch die 5er-Reihe ein Wachstum um 10,8 Prozent verbuchen, dafür ist allerdings fast vollständig der neue BMW 5er Gran Turismo verantwortlich. Die neue Karosserievariante kam in den ersten sechs Monaten auf 11.803 Einheiten und macht damit deutlich über 10 Prozent der Verkäufe der 5er-Reihe aus – alllerdings werden die Zahlen von Limousine und Touring nach der Einführung der neuen Modelle ansteigen und der Anteil des Gran Turismo naturgemäß sinken. Insgesamt wurden 94.699 BMW der 5er-Reihe verkauft, davon die überwiegende Mehrheit mit 68.785 Einheiten als Limousine.

Die 6er-Reihe steht unmittelbar vor ihrer Ablösung und konnte das Vorjahresniveau nicht halten. In den ersten sechs Monaten wurden lediglich 3.085 Fahrzeuge verkauft, was einem Rückgang um 37,4 Prozent entspricht. Coupé (1.623) und Cabrio (1.462) liegen beinahe auf Augenhöhe.

Weiterhin äußerst erfreulich entwickelt sich hingegen die 7er-Reihe, die sich auch gegenüber dem ohnehin starken Vorjahr um weitere 50 Prozent auf 30.711 Einheiten steigern konnte. Diese Zahlen unterstreichen, wie gelungen die Kombination von führendem Infotainment, hoher Effizienz und eines repräsentativen Designs vom Markt empfunden wird.

Bei den X-Modellen konnten alle Varianten mit Ausnahme des X3 wachsen. Für den neuen BMW X1 liegen naturgemäß noch keine Vergleichszahlen aus dem Vorjahr vor, aber mit 46.705 Einheiten übertrifft er die Erwartungen deutlich. Der BMW X5 liegt mit 46.459 Einheiten um 5,0 Prozent über dem Vorjahr, der X6 folgt mit 22.173 Einheiten und einem Plus von 11,7 Prozent. Alle X-Modelle werden vom Markt weiterhin sehr gut aufgenommen und es ist davon auszugehen, dass der neue BMW X3 F25 hier ebenfalls bald für positive Zahlen sorgen wird.

Als Schlusspunkt der Baureihen-Betrachtung muss einmal mehr der BMW Z4 Roadster herhalten. Dessen Wachstum fällt mit 74,7 Prozent besonders eindrucksvoll aus und unterstreicht die hohe Nachfrage nach offenen Fahrzeugen mit Metall-Klappdach. Insgesamt konnten im ersten Halbjahr 14.236 BMW Z4 verkauft werden.

Bei den MINI-Baureihen dominiert wie gewohnt der Hatchback mit 76.080 Einheiten (+7,5%), es folgen Cabrio (16.958 / +39%) und Clubman (16.263 / -12,4%). Künftig dürfte der neue MINI Countryman hier für weiteren Schwung sorgen. Bei Rolls Royce macht der neue Ghost mit Abstand die meisten Verkäufe aus. Er kommt auf 717 Einheiten, die komplette Phantom-Baureihe kommt lediglich auf 253 Einheiten. Insgesamt entsprechen die 970 verkauften Rolls Royce einer Steigerung um 194,8 Prozent.

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