BMW entwickelt System zur aktiven Gefahrenbremsung

Sonstiges | 24.06.2010 von 4

Zusammen mit 27 Partnern hat die BMW Group in der Forschungsinitiative Aktiv – Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr – an dem Ziel …

Zusammen mit 27 Partnern hat die BMW Group in der Forschungsinitiative Aktiv – Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr – an dem Ziel gearbeitet, den Verkehr der Zukunft sicherer, effizienter und komfortabler zu gestalten. Wichtigstes Ziel ist dabei die Vermeidung von Unfällen, denn diese wirken sich naturgemäß besonders negativ auf den Verkehrsfluss aus. Mit Hilfe aktiver Systeme können die Folgen kurzer Aufmerksamkeitsschwächen des Fahrers erheblich reduziert werden.

Das System zur “Aktiven Gefahrenbremsung” soll nicht nur die Folgen unvermeidbarer Unfälle mildern, sondern Auffahrunfälle möglichst komplett vermeiden. Heutige Systeme warnen den Fahrer zwar vor möglichen Unfällen, greifen aber erst in letzter Sekunde ein und können den Unfall dann nicht mehr verhindern. Die nun entwickelten Systeme überwachen mit Hilfe von Laser- und Radarsensoren das komplette Umfeld des Fahrzeugs und können im Notfall eine Vollbremsung einleiten, um einen drohenden Zusammenstoß zu verhindern.

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Wesentlicher Bestandteil dieser Systeme ist auch die Kommunikation zwischen mehreren Fahrzeugen sowie mit der Verkehrsinfrastruktur. In diese Car2x-Kommunikation sind auch Motorräder einbezogen, die vor allem an Kreuzungen einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sind.

Dr. Peter Zahn (Projektleiter der BMW Forschung und Technik GmbH in der Forschungsinitiative Aktiv): “Aus der amtlichen Statistik und unseren eigenen Analysen von Unfalldatenbanken im Projekt wissen wir, dass viele Unfälle auf ausbleibende, zu späte oder unzureichende Reaktionen des Fahrers zurückführbar sind. Jede Zehntelsekunde gewonnene Reaktionszeit trägt entscheidend zur Unfallvermeidung bei, sobald ein Fahrzeug in kritischen Fahrsituationen blitzschnell mitdenkt und während kurzzeitiger Unaufmerksamkeit des Fahrers auch selbst reagieren kann.”

Philipp Reinisch (BMW Forschung und Technik GmbH): “Wenn die Sensoren einen drohenden Zusammenstoß erkennen, wird der Fahrer situationsgerecht gewarnt und, wenn nötig, eine Vollbremsung zur Unfallvermeidung durchgeführt.”

Dr. Felix Klanner (verantwortlich für den Kreuzungsassistenten): “Entdeckt dieses Assistenzsystem, dass der wartepflichtige Pkw-Fahrer wahrscheinlich die Vorfahrt missachtet, warnt ihn das System per Anzeige und Signalton vor einer möglichen Kollision. Zusätzlich aktiviert das System während der Reaktionszeit eine Sekunde lang etwa 30% der maximalen Bremskraft – ein spürbarer Hinweis an den Fahrer, selbst zu bremsen. Parallel dazu macht das vorfahrtsberechtigte Motorrad gezielt auf sich aufmerksam. Hierzu werden das Fernlicht, zusätzliche LED-Warnleuchten an der Seite und die Warnblinker zur Verbreiterung der Silhouette aktiviert. Bei akuter Kollisionsgefahr ertönt außerdem noch die Hupe des Motorrades. Das Handling wird dadurch nicht beeinflusst.”

  • schorse

    sehr interessant wenn das in naher zukunft wirklich serienreife hätte

  • XfrogX

    Solange man es abschalten kann und zwar auch dauerhaft kann es gerne kommen. Aber ich fahre mein auto noch lieber selber. Aber gibt natürlich immer wieder zeiten wo man gerne so einen helfer mal hat. Aber sobald sie zum zwang werden mags ichs nicht. Würde gerne auch mein abs ausschalten können.

  • Steve8178

    😉 Wenn es systeme gibt für Frauen, die bei 50 nicht strich 50 fahren sondern zügig um die 60 dann bin ich dabei… 😀

  • peter

    Endlich kann man sich Vorfahrt in sein Fahrzeug einbauen. Ein kleiner Hack und mein Fahrzeug signalisiert allen anderen, daß ich vorfahrtsberechtigt bin 😆

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