Mario Theissen vor Le Mans: “Lernkurve zeigt deutlich nach oben.”

Motorsport | 12.06.2010 von 1

In Kürze beginnt das 24 Stunden-Rennen von Le Mans 2010 und erstmals seit 1999 ist auch BMW Motorsport wieder an der Sarthe vertreten. Während man …

In Kürze beginnt das 24 Stunden-Rennen von Le Mans 2010 und erstmals seit 1999 ist auch BMW Motorsport wieder an der Sarthe vertreten. Während man damals mit dem BMW V12 LMR um den Gesamtsieg fuhr, startet man in diesem Jahr mit dem BMW M3 GT2 LM in der seriennäheren GT2-Klasse, wird aber voraussichtlich auch in dieser Klasse nicht um den Sieg kämpfen können.

Nach dem Qualifying stehen die Positionen 7 und 11 zu Buche und der Weg zu den Spitzenplätzen kann eigentlich nur über die Zuverlässigkeit gegangen werden. Beide Fahrzeuge sind mit sehr erfahrenen Piloten besetzt und wenn die Technik mitspielen sollte, könnte man sich durchaus noch um einige Positionen verbessern. Im folgenden Interview spricht BMW Motorsport-Direktor Dr. Mario Theissen über das diesjährige Rennen in Le Mans und die Hoffnungen des Teams.

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Herr Theissen, was hat sich in Le Mans seit 1999 verändert?
Mario Theissen: “Natürlich hat sich das 24-Stunden-Rennen in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Dem ACO ist es gelungen, viele neue Impulse aufzugreifen, dabei aber die einzigartige Atmosphäre dieser Veranstaltung zu bewahren. Obwohl am Freitag gar nicht gefahren wird, sind unzählige Fans an der Strecke. Das zeigt, welche Anziehungskraft die 24 Stunden von Le Mans haben. Das war schon 1999 bei unserem Sieg mit dem BMW V12 LMR so und hat sich nicht verändert.”

Wie ist das Rennwochenende bisher für BMW verlaufen?
Theissen: “Man muss in Betracht ziehen, dass wir hier nicht mit demselben Auto am Start sind, das am Nürburgring gewonnen hat. Nach dem Reglement mussten etliche Modifikationen am BMW M3 GT2 vorgenommen werden. Daher fehlt es uns mit dem Auto in dieser Spezifikation noch an Erfahrung, so dass wir das Training und die Qualifyings gewissermaßen als Test nutzen mussten. Am Mittwoch war unser Rückstand auf die Spitze in der LM GT2-Klasse erheblich. Das Team hat danach intensiv am Set-up gearbeitet und viele Veränderungen vorgenommen, die sich ausgezahlt haben. Außerdem finden sich unsere Fahrer, von denen drei noch nie hier in Le Mans gefahren sind, immer besser zurecht. Unsere Lernkurve zeigt deutlich nach oben. Wir sind zuversichtlich, morgen im Rennen konkurrenzfähig zu sein.”

Wer ist der härteste Konkurrent in der LM GT2-Kategorie?
Theissen: “Diese Klasse ist außerordentlich gut besetzt. Ganz gleich ob Porsche, Ferrari oder Corvette: Es gibt viele Kandidaten, die das Zeug dazu haben, das Rennen zu gewinnen. Für alle ist es zunächst einmal wichtig, die kompletten 24 Stunden zu überstehen. Es wird ganz sicher Zwischenfälle geben – und da ist es wichtig, nicht dabei zu sein. Für uns wäre ein Podestplatz in jedem Fall ein großer Erfolg, schließlich ist es seit langer Zeit wieder unser erster Auftritt in Le Mans.”

Freut es Sie, dass das BMW Art Car bei den Fans so gut ankommt?
Theissen: “Ja, aber es überrascht mich nicht. Der Einsatz von BMW Art Cars in Le Mans hat eine lange Tradition. Daran erinnern sich auch die Motorsport-begeisterten Zuschauer genau. Hinzu kommt, dass das Design von Jeff Koons einfach sensationell gut gelungen ist und sehr gut zur Dynamik des BMW M3 GT2 passt. Eine solche Kombination aus Rennsport und Kunst ist für jeden faszinierend.”

  • Andreas1984

    Wenn man sich die Rennperformance grad anschaut, dann zeigt die Lernkurve zwar nach oben aber nicht so steil, wie Herr Theissen sich das wohl vorstellt. Schnellste Rennrunde von der #78 ist eine 4.04.186 – 4,2s langsamer als die in der Klassen führende Corvette!

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