BMW unterstützt nationale Plattform Elektromobilität

News | 3.05.2010 von 6

In Berlin sollen heute die Weichen für die Zukunft der invidiuellen Mobilität gestellt werden: Viele Experten sind sich darüber einig, dass die Ära der Verbrennungsmotoren …

In Berlin sollen heute die Weichen für die Zukunft der invidiuellen Mobilität gestellt werden: Viele Experten sind sich darüber einig, dass die Ära der Verbrennungsmotoren in Automobilen zwar noch lange nicht beendet ist, aber doch ihrem Ende entgegengeht. Der nächste Schritt scheint nach heutigem Kenntnisstand die Elektromobilität zu sein. Fahrzeuge mit Elektroantrieb können völlig ohne lokale Emissionen fahren und leisten so einen Beitrag zu besserer Luft in den Städten, allerdings gibt es heute noch Probleme mit der Reichweite und der Ladezeit der Batterien. Es ist davon auszugehen, dass hier in den nächsten Jahren größere Fortschritte erzielt werden können, aber planbar sind diese natürlich nicht.

Mit dem Megacity Vehicle hat BMW für das Jahr 2013 bereits die Produktion eines Stadtfahrzeugs mit Elektroantrieb angekündigt, das dank umfangreichem Carbon-Einsatz besonders leicht sein soll. In die Entwicklung des Fahrzeugs unter dem Arbeitstitel project i fließen auch die Erfahrungen mit den über 600 MINI E ein, die bereits einige Millionen Testkilometer absolviert haben. Ab 2011 wird der BMW ActiveE die zweite Stufe dieses Versuchs einläuten, denn auch dieses Elektrofahrzeug soll von hunderten Testkunden in aller Welt auf seine Alltagstauglichkeit getestet werden.

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Bei der Nationalen Plattform Elektromobilität, die heute von Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Leben gerufen wurde, wird die BMW Group ihre umfangreichen Erfahrungen mit dem Thema einbringen. Dr. Klaus Draeger von BMW wird gemeinsam mit Prof. Lars-Hendrik Röller von der European School of Management and Technology den Vorsitz über die Arbeitsgruppe Rahmenbedingungen übernehmen. Hier sollen vor allem die Voraussetzungen diskutiert werden, die für die Vorstellung der Bundesregierung von einer Million Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 nötig sein werden.

Dabei geht es unter anderem um Möglichkeiten zum Aufladen der Batterien, also gewissermaßen Tankstellen für Elektrofahrzeuge. Da der Ladevorgang länger als beim Betanken mit fossilen Brennstoffen dauern wird, würden sich vor allem Parkhäuser und dergleichen für diese Zwecke eignen. Außerdem müssen auch die Stromnetze auf die zusätzliche Belastung ausgelegt werden. Nicht zuletzt sollte versucht werden, einen möglichst hohen Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen, denn anderenfalls werden die Emissionen der Fahrzeuge letztlich nur zu den Kraftwerken verlagert, ohne dass es am Gesamt-CO2-Ausstoß größere Änderungen geben würde.

Dr. Norbert Reithofer (Vorsitzender des Vorstands der BMW AG): “Deutschland hat gute Voraussetzungen, um sich auch im Bereich Elektromobilität international nachhaltig an die Spitze zu setzen. Dafür ist es notwendig, dass die Politik und die Industrie an einem Strang ziehen.”

In der ZDF Mediathek gibt es außerdem ein Gespräch mit Norbert Reithofer von BMW und Dieter Zetsche von Mercedes zu sehen, in dem die Ausgangslage vor den heutigen Gesprächen überblicksartig besprochen wird.

  • XfrogX

    Warum soll sich der staat den wieder einmischen? das meiste ist doch konzern aufgabe und auch die kassieren das geld. Der Staat gibt schon genug geld für erneuerbare energien aus, wo man jetzt spart und nun kommen die auto firmen und wollen hilfe bei e autos die den staat ja auch wieder geld kosten da man ja viel geld am sprit verdien den diese wagen aber garnicht mehr brauchen.

    Wie wir ein e fahrzeug eigentlich versteuert? Hubraum gibts net schadstoff gibts net, also einen pauschal kurs? Nach größe? Weiß das schon einer?

    • Benny

      In jedem Fall wird auf eine Art versteuert werden, die dem Nutzer nur relativ kurzfristige Einsparungen ermöglicht, denn auf Dauer kann die Regierung nicht auf die Steuereinnahmen verzichten. Spätestens dann, wenn E-Autos einen respektablen Anteil an der Gesamtfahrzeugflotte ausmachen, dürfte es mit Steuervergünstigungen vorbei sein.

      Die Bitte der Hersteller nach finanzieller Unterstützung zielt vor allem auf die Infrastruktur ab, denn die aktuellen “Tankstellen” haben kein Interesse daran, sich Konkurrenz aufzubauen. So lange es keine Tankstellen gibt, kann sich auch das E-Auto nicht durchsetzen. Andere Staaten haben das erkannt und sind zu entsprechenden Förderungen bereit, beispielsweise in Frankreich und vor allem in China wird auch die Forschung der Autokonzerne am E-Auto massiv unterstützt. Wenn Deutschland hier nicht mitmacht, wird man in Sachen E-Auto über kurz oder lang in Rückstand geraten – und falls das nicht passiert, genießen die internationalen Wettbewerber von BMW & Co. zumindest einen enormen Wettbewerbsvorteil. Mit Blick auf die Bedeutung der Automobilindustrie in Deutschland sollte man sich gut überlegen, wie man hier handelt. Voreilige Schlüsse sind jedenfalls nicht angebracht.

  • Chris

    LOL, der Vorstand nicht im dicken 760Li, sondern im Mini – Hihi 😀

    • ewtalburg

      Reithofer muß zeigen, daß er abgespeckt hat (Sommer, Bikinis,…)

  • XfrogX

    Aber es gibt noch keine genaue regelung zur versteuerung von e autos? weil eigentlich müsste diese ja extrem hoch ausfallen schon den diesel hat man ja höher gesetzt weil man am diesel weniger steuern beim tanken kassiert, beim strom wenn man daheim tankt kann man ja garkeinen aufschlag zum aktuellen strom pries verlagen somit muss man ja viel durch die steuer kassieren. Das wäre aber sehr dumm für die autos, weil man ja kurzstrecken autos baut aber vielfahrer steuern *g*

    Denke mal solche fragen sind viel wichtiger tankstellen udn storm netz ist privat und soll es wohl auch bleiben, und die strom konzerne sind ja nun wirklich nicht arm und haben auch großes interesse dran.

    Und deutschland ist ja ein kleiner markt warum sollte es bmw oder vw oder so nicht schaffen e autos zu bauen selbst wenn in deutschland es keine förderung gibt? Der rest der welt kann doch dennoch genug e autos kaufen. Gefertigt werden die batterien und so sowieso nich auf dauer hier, weil einfach zu teuer den die ganzen e teile müssen im preis extrem sinken damit das ganze jemals interessant wird.

    Ich glaube das man besser mit wasserstoff weiter gemacht hätte, wäre einfach und besser für alle seiten gewesen. Naja mal sehen wie sich das ganze entwickelt.

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