BMW Golfsport-Markenbotschafter Martin Kaymer im Interview

Sonstiges | 3.05.2010 von 2

Mit Martin Kaymer hat sich BMW einen der besten Golfer Deutschlands als Markenbotschafter gesichert und für alle, die mit dem Golfsport nicht sonderlich vertraut sind, …

Mit Martin Kaymer hat sich BMW einen der besten Golfer Deutschlands als Markenbotschafter gesichert und für alle, die mit dem Golfsport nicht sonderlich vertraut sind, ist das folgende Interview durchaus eine interessante Lektüre. Martin Kaymer erklärt dabei, warum auch er sich über BMW als Partner freut und welche Rolle die BMW Group im internationalen Golfsport mittlerweile eingenommen hat.

Frage: Was hat Sie dazu bewogen, Ihre Verbindung zu BMW als offizieller BMW Golfsport- Botschafter zu vertiefen?
Martin Kaymer: Dafür gibt es viele Gründe. BMW treibt die Entwicklung des Golfsports seit Jahrzehnten national wie international auf beispiellose Weise voran. Davon profitieren wir als Profispieler, aber das hilft besonders auch dem Nachwuchs. Ich selbst habe von diesem Engagement schon als Amateur profitiert. Ich bin sehr stolz darauf, als BMW Golfsport- Botschafter jetzt noch enger mit BMW zusammen zu arbeiten, für das Unternehmen öffentlich aufzutreten und künftig die Marke BMW offiziell zu repräsentieren. Ich freue mich sehr, dass mein erstes Turnier als BMW Golfsport-Botschafter gleich ein absolutes Highlight ist.

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Frage: Ein Höhepunkt in Ihrer Golfkarriere war sicherlich auch Ihr erster Auftritt bei der BMW International Open…
Kaymer: Stimmt! Als ich 18 Jahre alt war und noch völlig unbekannt, hatte ich 2003 das Glück, als einer von zwei Amateuren zur BMW International Open eingeladen zu werden. Solche Erfahrungen sind für einen Nachwuchsspieler elementar. Mich hat das Erlebnis damals darin bestärkt, eine Profikarriere anzustreben, noch härter an mir zu arbeiten und auch an mich zu glauben.

Frage: Sie überstanden damals sogar den Cut.
Kaymer: Ja, vor allem an den ersten beiden Tagen lief es sehr gut. Es war wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, plötzlich mit den Stars zu spielen, die ich nur aus dem Fernsehen kannte, und sogar halbwegs mithalten zu können. Ich denke oft an meine Anfänge zurück, es ist wichtig zu wissen, wie alles begonnen hat. Die BMW International Open hat allein schon deshalb eine ganz spezielle Bedeutung in meiner Karriere.

Frage: Umso schöner muss es gewesen sein, 2008 in München zu gewinnen?
Kaymer: Es war einmalig. Als erster Deutscher die BMW International Open zu gewinnen, hat mir natürlich sehr viel bedeutet, zumal es so ein dramatisches Finale gab, im Stechen gegen Anders Hansen (Dänemark). Vielleicht klappt es dieses Jahr ja ein zweites Mal mit dem Titel. Nachdem ich vergangenes Jahr den Cut verpasst habe, will ich Ende Juni in Eichenried auf jeden Fall etwas gut machen. Unabhängig davon gibt es natürlich noch ein paar andere BMW Turniere, die ich einmal gewinnen möchte…

Frage: Welche am liebsten?
Kaymer: Da mache ich keine großen Unterschiede. Die BMW PGA Championship in Wentworth, dem Sitz der PGA European Tour, ist das Vorzeigeturnier unserer Turnierserie, der European Tour. Die BMW Championship in Chicago gehört zu den entscheidenden Play-off-Turnieren der US PGA Tour – allerdings müsste ich hierfür eine volle Spielberechtigung für die PGA Tour besitzen. BMW ist bei so vielen großen Turnieren involviert und dazu noch Partner des Ryder Cups 2010. Auch diese vielen Engagements sind natürlich ein Grund, warum ich so gern das Angebot angenommen habe, BMW Golfsport-Botschafter zu werden: Einen stärkeren Partner im internationalen Golfsport hätte es für mich gar nicht geben können.

Frage: Welches ist Ihr persönliches Traumauto?
Kaymer: Da hat man bei BMW sicherlich eher die „Qual der Wahl“.  Ich hatte vergangenes Jahr die Chance, auf dem BMW Testgelände in München-Aschheim mehrere Fahrzeuge aus der Flotte auszuprobieren – einen BMW M3, einen BMW Z4 Roadster, und dann wurde ich von BMW Werksfahrer Jörg Müller sogar noch zu einer Rennfahrt in einem BMW 320si WTCC eingeladen. Das war die coolste Fahrt, die ich je erlebt habe. Es hat Riesenspaß gemacht, ein paar Einblicke in den Motorsport zu bekommen. Ich denke, in Sachen Präzision und Konzentration liegen Motorsport und Golfsport sehr eng beieinander. Privat fahre ich einen MINI Cooper S.

Frage: Sie haben den Ryder Cup erwähnt, der vom 1. bis 3. Oktober in Wales stattfindet. Ist die Qualifikation für das Team ein besonderes Ziel diese Saison?
Kaymer: Auf jeden Fall, der Ryder Cup findet ja nur alle zwei Jahre statt, und letztes Mal habe ich die Qualifikation um einen Platz verpasst. Im Moment sieht es ganz gut aus. Ich denke, ich bin bereit. Aber wir haben so viele gute Spieler in Europa, dass ich weiterhin konstant gute Leistungen bringen muss, um am Ende auch einen festen Platz im Team zu haben.

Frage: 2008 nahm sie Kapitän Nick Faldo trotzdem mit zum Ryder Cup in die USA, Sie konnten hospitieren. Was haben Sie gelernt?
Kaymer: Eine ganze Menge: Wie die Abläufe sind, wie das Zusammenspiel zwischen Kapitän und Spielern sowie den Spielern untereinander funktioniert. Am wichtigsten war aber sicherlich, einmal diese besondere Atmosphäre aufzusaugen. Sie ist anders als bei normalen Turnieren, eher wie im Fußballstadion. Das hautnah erlebt zu haben, motiviert mich noch mehr, dieses Jahr dabei zu sein. Ich hoffe, ich kann es schaffen. Dass BMW auch Partner des Ryder Cups ist, nehme ich schon mal als gutes Omen.

Frage: Zurück in die Gegenwart, Sie starten diese Woche bei der prestigereichen Players’ Championship in Sawgrass (Florida), bei Ihrem ersten Turnier nach einer Fußoperation. Wie ist die OP verlaufen?
Kaymer: Sehr gut. Ich hatte diesen Termin für die Operation ja schon länger anvisiert, nachdem ich mich letzten Spätsommer verletzt hatte. Zwar fühlte ich mich auch vor dem Eingriff nur leicht eingeschränkt, aber ich bin froh, die Sache jetzt hinter mich gebracht zu haben und wieder mit voller Kraft die nächsten Ziele angehen zu können.

Frage: Dürfen wir mit  einem starken „Comeback“ rechnen?
Kaymer: Das hoffe ich sehr! In meinem ersten Turnier als BMW Golfsport Botschafter gleich ein gutes Ergebnis zu erzielen, wäre natürlich etwas Besonderes!

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