Endlich: Weitere Details zum BMW Megacity Vehicle ab 2013

BMW i | 23.04.2010 von 23

Dank der britischen AutoCar können wir nun endlich weitere Details zum Megacity Vehicle veröffentlichen, denn offenbar hatten die Engländer am Rande der Auto China 2010 …

Dank der britischen AutoCar können wir nun endlich weitere Details zum Megacity Vehicle veröffentlichen, denn offenbar hatten die Engländer am Rande der Auto China 2010 die Möglichkeit, eine ganze Reihe von Eckpunkten in Erfahrung zu bringen. Für manche ist vielleicht am Wichtigsten, dass das MCV ein Hecktriebler sein wird, der von einem ebenfalls im Heck untergebrachten Elektromotor angetrieben wird. Wo die nötige Batterietechnik untergebracht wird, ist noch nicht kommuniziert, aber wir gehen davon aus, dass sich mit einer Unterbringung in Fahrzeugboden und Frontpartie eine ausgeglichene oder leicht hecklastige Gewichtsverteilung ergibt.

Das Fahrzeug soll von der Größe her in der Golf-Klasse angesiedelt sein, somit über fünf Sitze verfügen und eine Reichweite von etwa 160 Meilen mitbringen, was rund 250 Kilometern entspricht. Um diese Reichweite zu erreichen, wurde vor allem an der Stellschraube des Gewichts massiv gedreht, denn der umfangreiche Einsatz von kohlefaserverstärkten Kunststoffen scheint eines der wesentlichen Elemente des neuen Fahrzeugs zu sein. Vom niedrigen Gewicht werden neben der Reichweite natürlich auch die Beschleunigung und das Fahrverhalten profitieren und es klingt momentan so, als ob das MCV richtig spaßig wird.

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Der großflächige Einsatz von Carbon wurde bisher höchstens in Supersportwagen mit extrem kleinen Stückzahlen und extrem hohen Preisen realisiert, weil die Kosten für das Material bisher nicht massenmarkttauglich waren. Bei BMW glaubt man offenbar, in Zusammenarbeit mit SGL Carbon einen Weg gefunden zu haben, der den Einsatz zahlreicher Carbon-Elemente mit hohen Stückzahlen wirtschaftlich rentabel möglich macht.

Ähnlich wie MINI E und BMW ActiveE wird auch das unter einer Subbrand vermarktete Megacity Vehicle in Schub- und Bremsphasen Energie erzeugen und die Batterien so ständig während der Fahrt wieder aufladen. Wir gehen davon aus, dass die Elektrotechnik bereits relativ ausgereift sein wird, denn anders als andere Hersteller verfügt die BMW Group bereits über jahrelange Erfahrungen aus dem Einsatz von mehreren hundert Elektrofahrzeugen im automobilen Alltag, was ein entscheidender Vorteil sein könnte. Das Batteriepaket wird ebenfalls besonders leistungsfähig sein und stammt aus der vor einiger Zeit vorgestellten Zusammenarbeit mit SB LiMotive.

Sollten im Rahmen der Auto China noch weitere Details bekannt werden, berichten wir natürlich darüber. Wir glauben allerdings, dass der Fokus des Interesses rund um BMW bereits in wenigen Stunden auf einem anderen Fahrzeug liegen wird…

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  • Thomas1

    Ich bin ja sowas von gespannt auf die Bilder. 🙂

  • schorse

    war nciht eigentlich die rede das es ein fronttriebler wird?

    • Benny

      Nein, der Fronttriebler basiert auf der neuen MINI-Plattform und nachdem es anfänglich Gerüchte gab, dass es sich dabei um das MCV handeln könnte, wurden diese recht schnell zerstreut und klargestellt, dass es sich dabei um zwei völlig verschiedene Fahrzeuge handeln wird.

  • Manuel

    hmm und was is jetzt mit dem “raumfunktionalen Konzept” mit Frontantrieb? Soll angeblich ab 2013 kommen.
    Wäre wirklich schön eine sportliche Alternative zur B-Klasse bzw. dem Golf Plus zu haben.

    Na ja is auch nur reine Zukunftsmusik die man aus Autobild bzw Auto, Motor und Sport so liest.

  • Roman

    Bei einem Fahrzeug mit sehr hohem Drehmoment macht Heckantrieb auch einfach mehr Sinn. Denn wie will man denn sonst die Kraft auf die Straße bekommen.

  • Levi

    Wenn BMW jetzt Carbon sozusagen bilig haben kann, könnten si jetzt endlich den Supersportler, der schnelster Serienauto der Welt rausbringen. MAchen si aber nicht. Audi hat A1 und R8 Clubsport, und BMW hockt da, wartet und shaut was so Audi macht.

    • Thomas

      Das kann man auch umdrehen: BMW, der sparsamste Hersteller, reduziert seinen niedrigen Flottenverbrauch weiter, während übertrieben ausgedrückt alle anderen pennen 😉

      Gruß Thomas

    • Benny

      Es ist ein wenig absurd, BMW in die Rolle des Nachzüglers zu stecken. Beim Audi R8 hat Audi kostengünstig das Modell einer anderen Konzern-Tochter mit einem Audi-Design versehen und ein paar technische Änderungen vorgenommen, die Entwicklungskosten kannst Du nicht mit einer Neuentwicklung vergleichen, dementsprechend war auch das Risiko viel geringer.
      Der Audi A1 ist eine Reaktion auf den MINI, der seit 2001 äußerst erfolgreich den Markt für Premium-Kleinwagen abgrast und nun, 9 (!) Jahre später, Konkurrenz erhält – auf Basis des VW Polo und Seat Ibiza, erneut also kaum Entwicklungskosten für Audi.
      Das Verhalten der Ingolstädter, zunächst abzuwarten und dann irgendwann bei Erfolg nachzuziehen, war doch in der Vergangenheit unübersehbar. Audi Q7, Q5, demnächst Q3 – wo war Audi denn mal vorn dran? Die bisherigen Q-Modelle kamen viele Jahre nach BMW X5 und BMW X3, auch der Q3 wird auf den Markt kommen, wenn der X1 längst etabliert ist. Wieviele Generationen BMW 3er Coupé gab es, bevor Audi einen A5 bringt?
      Sicherlich kann man sich einen Supersportler von BMW wünschen, das mache ich auch, aber man muss dabei eben auch die Wirtschaftlichkeit im Blick haben. Da BMW mit dem MCV und dem von Dir angesprochenen Carbon-Einsatz Neuland betritt, wird man wohl zunächst abwarten, ob das auch in der Praxis so funktioniert, wie man es sich heute vorstellt. Wenn das alles klappt, kann man auch über einen Einsatz in anderen Fahrzeugen nachdenken, aber nicht ohne Grund wird das MCV auf einer völlig eigenständigen Plattform entwickelt.
      Die Entwicklungskosten für einen Supersportler sind äußerst hoch – wenn man mehr machen muss als “Badge Engineering” – und in Folge der geringen Stückzahlen mit einem gewissen Risiko verbunden, ob sich die Sache überhaupt rentiert. Ich finde es nur vernünftig von BMW, diese Dinge zwar nicht aus dem Blick zu verlieren, aber auch nicht auf Teufel komm raus einen R8-Gegner auf die Räder stellen zu wollen. Alles zu seiner Zeit. Momentan gilt es, die Vorreiterrolle in Sachen Effizienz auszubauen. Wenn ein Supersportler von BMW kommt, dann wohl in der Form des Vision Efficient Dynamics – unkonventionell, aber extrem beeindruckend. So wie dieses Konzept könnte die Zukunft der Supersportler aussehen: Keine vier Liter Verbrauch, aber in unter 5 Sekunden auf 100 km/h. Da gehört im Übrigen auch mehr dazu, als bei einen Sportwagen nach einer Rezeptur, die schon viele Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Aber Vorsprung durch Technik definiert natürlich jeder anders.

      • Thomas1

        Ergänzend sei noch zu sagen, daß sich der R8 alles andere als gut verkauft.
        Die meisten Menschen mit Geld kaufen eben doch die wahren (etablierten) Luxus-Supersportler Ferrari, Aston Martin, Maserati, Lambo und Co.

        • Steve8178

          Thomas hast du irgendwo zahlen bzw eine Quelle dazu??

          • Thomas1

            Nein, ich habe das mal irgendwo gelesen, das es weniger als 7.000 Stück im Jahr sind – Audi hatte sich mehr davon erhofft.

  • Südstaatler

    Derzeit bauen 120 Mitarbeiter bei Audi in Neckarsulm täglich 23 R8-Modelle.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,576920,00.html

  • Domi

    “von der Größenordnung her in der Golf Klasse”?!?! Was hat denn das für einen Sinn? Es soll doch ein MegaCity Vehicle werden! Wenn ich ein Auto in der Golfklasse will kann ich auch einfach nen 1er BMW kaufen!

  • XfrogX

    Ja die größe verstehe ich auch net. Die städte sind voll, die leute fahren kaum mal zu zweit auto, und familien ist heute schon ein 1er und golf fast zu klein. Komisch hoffe mal nicht das man das nur macht um irgentwie 250km zu erreichen. Weil auch das ja beim einen stadtauto viel weniger interessant ist. Oder will bmw unter dem namen doch einer ein normales e auto bauen?

    Auch bin ich mal gespannt auf die ermittelung von reichweiten beim e auto, wenn man die ähnlich ermittelt wie beim benziner den verbrauch, na dann wirds im echten leben wohl nicht mit 250km.

    Gibts auch eine verbrenner version von dem wagen?

  • XfrogX

    Schon den neuen artikel von http://www.motor-kritik.de/ über bmw gelesen? Mal wieder sehr interessant.

    • Benny

      Ich lese motor-kritik.de an sich gerne, aber dieser Artikel ist wie einige andere in Sachen BMW an Polemik kaum zu überbieten. Schade, dass der Mann das nötig hat, denn in einigen Dingen weiß er selbst viel besser bescheid, als er seine Leser glauben machen will. Genannt sei nur das Thema Tourenwagen-WM, in dem die Fahrzeuge von Chevrolet und Seat durch sogenannte “Waiver” (=Erleichterungen) erst auf das Niveau des 320si gebracht wurden. Leider passt das nicht in seine Argumentation, stattdessen behauptet er ernsthaft, die genannten Fronttriebler seien serienmäßig bessere Sportler als eine kompakte Limousine mit Heckantrieb und idealer Gewichtsverteilung. Aber klar, das erzählt sicherlich auch nur der Finanzvorstand…

  • XfrogX

    Naja das es schon komisch wirkt wenn ein finanz chef den leuten technische details erklärt ist doch wohl war und auch das verhalten von der bmw motorrad abteilung war sehr korekt. auch beim nürburgring fall halt sich schon vieles was er teilweise monate vorher geschrieben hat bewahrheitet. Ausserdem hat er ja auch wenig gründe blödsinn zuschreiben, das man zu manchem andere meinung haben kann und das auch er nicht fehlerfrei ist ist wohl klar. Dennoch finde ich seine arbeiten im ganzen viel besser als was die restliche auto presse so von sich gibt.

    • Benny

      Dass bei einem Autokonzern *auch* ein Finanzvorstand eine gewisse technische Kompetenz hat, dürfte klar sein. Ich habe seine Berichte rund um den Nürburgring gelesen und stimme Dir durchaus zu, dass er viele interessante Artikel schreibt.
      Dennoch stimme ich ihm hier nicht in allen Punkten zu, auch wenn einige Dinge sicherlich richtig sind. Mit der Abteilung für Pressefahrzeuge habe ich bisher übrigens sehr gute Erfahrungen gemacht, aber das hängt sicherlich auch von der Art und Weise der Anfragen ab. Je genauer man diese formuliert (Fahrzeug X, Motor Y, Getriebe Z, Ausstattungsumfang A, Zeitraum B), um so schwieriger wird auch das Erfüllen derartiger Anfragen. Dass die Presseabteilung wenige Fahrzeuge mit Basisausstattung hat, dürfte klar sein, weil das kaum relevant ist. Sollte es solche Modelle also überhaupt geben, können sie durchaus auch verplant und an andere Redaktionen verliehen sein, weshalb eine Reaktion eben etwas dauert.
      Naja, egal, er hat sicherlich in manchen Punkten Recht, aber es liegen auch für einige seiner Argumente einfachste Gegenbeispiele bzw. Gegenargumentationen vor, die ihm eigentlich auch selbst klar sein müssten, die er aber aus welchen Gründen auch immer verschweigt – vermutlich, weil seine Argumentation dann von noch mehr Punkten “untermauert” wird.

  • XfrogX

    Denke auch nicht das ein finazchef keine ahnung hat, dennoch höre ich lieber einen techniker oder wenn schon dann die presse abteilung davon reden, wenn finaz leute reden hat das doch immer einen entwas komisch beigeschmack für mich. Finde halt voraalem wichtig das man auch diese argument sich anhört und auch ernst nimmt. Klar die presse will eigentlich keine basis ausstattung und auch die wenigsten käufer, dennoch ists doch interessant. Aber man wird ihn bei bmw kennen und wohl nicht wollen das er schreibt das die basis ausstatung vollkommen reicht. Und das wird er so wie man das bisher bemerkt hat. Sehe auch nicht alles so wie er aber oftmals hat er nunmal recht bzw. gute argument und sehr durch dachte themen. Man muss heute zu allem sich eine eigene meinung bilden, leider lassen das viele presse produkte aber kaum zu weil einfach kritiklos hingenommen wird, und genau daswegen ist es ja auch interessant sowas mal zulesen.

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