AMI 2010: Der Porsche Boxster Spyder

Sonstiges | 16.04.2010 von 7

Mit dem Porsche Boxster Spyder steht auf der AMI Leipzig 2010 auch ein interessantes Fahrzeug aus Zuffenhausen, denn beim Boxster Spyder wurde besonders großer Wert …

Mit dem Porsche Boxster Spyder steht auf der AMI Leipzig 2010 auch ein interessantes Fahrzeug aus Zuffenhausen, denn beim Boxster Spyder wurde besonders großer Wert darauf gelegt, aus einem serienmäßigen Fahrzeug mit Hilfe von Gewichtsreduzierung und leichter Erhöhung der Motorleistung ein deutlich sportlicheres Gesamtpaket zu gestalten. Einen ganz ähnlichen Weg hat man auch bei BMW schon gesehen, als aus dem durchaus sportlichen BMW M3 E46 durch ganz ähnliche Maßnahmen der legendäre BMW M3 CSL gebaut wurde – ein Fahrzeug, das nun in Form des BMW M3 GTS einen ebenfalls hochinteressanten Nachfolger erhalten wird.

Konsequenterweise besitzt der Boxster Spyder eine ganze Reihe von heute eigentlich normalen Komfort-Attributen nicht: Er verfügt weder über Radio (Ersparnis: 3 Kilogramm) noch Klimaanlage (-12 kg), auch Cup-Holder sind ihm fremd. Besonders auffällig wird die Reduktion aufs Wesentliche an den Aluminiumtüren (-15 kg), an denen statt herkömmlichen Griffen zum Öffnen und Schließen lediglich rote Türschlaufen zum Einsatz kommen. Auch die Felgen sind deutlich leichter als bei der Serie und sorgen somit für ein gesteigertes querdynamisches Potential.

Porsche-Boxster-Spyder-AMI-2010-Exterieur-10

Weiteren Raum für Verbesserung sah man beim Verdeck, denn der Boxster Spyder verfügt über keine elektrische Verdeckmechanik. Stattdessen kann man manuell ein Behelfsdach montieren, falls man wirklich von einem Regenschauer überrascht wird. Das ist allerdings nicht unbedingt wahrscheinlich, denn zumindest unserer Meinung nach dürfte der Boxster Spyder in den meisten Fällen als Dritt- oder Viertwagen in der Garage stehen und nur zum Einsatz kommen, wenn es wirklich trocken bleibt. Dank der Sportschalensitze (-12 kg)wird man spätestens beim Einsteigen daran erinnert, dass man es hier nicht mit einem Fahrzeug für den alltäglichen Weg zum Bäcker zu tun hat.

Insgesamt konnte das Gewicht gegenüber dem serienmäßigen Boxster S um 80 Kilogram reduziert werden, im Durchschnitt kann man nun also mit Beifahrer genausoleicht unterwegs sein wie im normalen Boxster ohne Beifahrer. Außerdem leistet der Motor nun 320 statt 310 PS, auch das maximale Drehmoment konnte um 10 auf 370 Newtonmeter gesteigert werden. Beim Standardsprint auf Landstraßentempo bringt das insgesamt einen Vorteil von zwei Zehntelsekunden (je nach Getriebe 5,0 oder 5,1 Sekunden), bei der Elastizität von 80 auf 120 km/h wird der Boxster Spyder sogar um vier Zehntel schneller und benötigt nur 6,1 Sekunden. Bei der Höchstgeschwindigkeit kann der Boxster Spyder nicht ganz mit dem vor allem im geschlossenen Zustand aerodynamisch günstigeren Boxster S mithalten und muss sich mit 267 km/h begnügen. Die Steigerung des Boxster Spyder aber auf die Längsdynamik zu beschränken, ist mit Sicherheit der völlig falsche Ansatz, denn die eigentlichen Verbesserungen dürften im querdynamischen Bereich stattgefunden haben.

Einigermaßen erfreulich für alle Interessenten ist, dass sich der Aufpreis gegenüber dem normalen Boxster S mit rund 7.000€ in einem moderaten Rahmen bewegt. Andererseits bietet der Boxster Spyder natürlich auch einen erheblich reduzierten Alltagsnutzen.

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