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Mit dem BMW Z1 Roadster begründete BMW gegen Ende der 1980er Jahre die Z-Familie, die mittlerweile nicht mehr aus dem Modellportfolio wegzudenken ist. Entwickelt wurde das Fahrzeug von der 1985 gegründeten BMW Technik GmbH und dort hatte man mit dem Roadster offenbar noch nicht genug, denn man legte in Form des BMW Z1 Coupé gleich noch einen drauf.
Im Fokus stand bei der Entwicklung des Z1 Coupés aber nicht die Entwicklung eines Serienprodukts, vielmehr ging es darum, eine möglichst effiziente Erweiterung eines bestehenden Fahrzeugkonzepts auf weitere Derivate zu entwickeln. Die bei diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse wurden später bei den Serienfahrzeugen BMW Z3 Coupé (1998, intern E36/7) und BMW Z4 Coupé (2002, intern E86) genutzt, die mit relativ geringen Kosten entwickelt werden konnten und somit bereits bei niedrigen Verkaufszahlen profitabel wurden.
Intern trug das BMW Z1 Coupé übrigens den Namen BMW Z2, der in Zukunft auch ein offizielles Fahrzeugmodell benennen könnte, das unterhalb des inzwischen recht groß gewordenen BMW Z4 positioniert werden könnte.
Genau wie beim BMW Z1 Roadster besteht die Außenhaut auch beim Coupé aus leichtem Kunststoff, der außerdem elastisch und daher gegenüber Beschädigungen relativ unempfindlich sein soll. Die Türen sind elektromechanisch versenkbar und bescheren dem BMW Z1 Roadster auch heute noch interessierte Blicke. Der Roadster verfügt außerdem über eine völlig neue Radführung für die angetriebenen Hinterräder, die auf den etwas sperrigen Namen “zentralpunktgeführte, sphärische Doppelquerlenker-Hinterachse” hört und dem Z1 ein Go-Kart-ähnliches Fahrverhalten bescheren sollte. Dieses Prinzip wurde später als Z-Achse auch in der 3er-Reihe verwendet.
Obwohl der Roadster nie zur Serienfertigung vorgesehen war, fand er zwischen 1988 und 1990 einige begeisterte Kunden und BMW konnte exakt 8.000 Einheiten verkaufen. Um die ursprüngliche Idee der Produktion und Entwicklung mehrerer Konzepte auf derselben Plattform auszuführen, entwickelte die Technik GmbH dann wie gesagt das Z1 Coupé, auch eine höhergelegte Allrad-Version namens Off-Roadster wurde zumindest angedacht. Während vom Z1 Coupé immerhin ein Kunststoffmodell entstanden ist, blieb es für den Off-Roadster bei einer Studie aus Holz, Gips und Kunststoff.
Die Haupterrungenschaft der Z1-Reihe ist also in der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Flexibilität zu sehen, denn mit Roadster und Coupé wurden unterschiedliche Konzepte auf derselben Plattform verwirklicht und mit dem Off-Roadster wäre sogar ein Derivat möglich gewesen, das über eine in wesentlichen Punkten veränderte Konstruktion von Baugruppe und Fahrwerk verfügt hätte. Damit wurde letztlich die Grundlage für die spätere Realisierung von Z3 Coupé und Z4 Coupé gelegt, die anderenfalls wohl nie gebaut worden wären.
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