Carbon Motors kauft 240.000 BMW-Dieseltriebwerke für US-Cops

News | 22.03.2010 von 4

In bisher unbekanntem Ausmaß wird BMW demnächst Dieselmotoren an einen externen Hersteller liefern: Mindestens 240.000 hochmoderne Dieseltriebwerke hat der US-Hersteller Carbon Motors bei BMW bestellt …

In bisher unbekanntem Ausmaß wird BMW demnächst Dieselmotoren an einen externen Hersteller liefern: Mindestens 240.000 hochmoderne Dieseltriebwerke hat der US-Hersteller Carbon Motors bei BMW bestellt und möchte damit künftige Polizeifahrzeuge ausstatten. Zum Umfang gehören neben den doppelt aufgeladenen Motoren – bekannt aus BMW 335d, 535d & Co. – auch die entsprechenden Kühlungs- und Abgassysteme sowie die Automatikgetriebe.

Der milliardenschwere Auftrag bestätigt die Kompetenz von BMW in der Fertigung von Motoren, die sich nicht nur durch eine hohe Leistung auszeichnen, sondern auch über einen im Wettbewerbsumfeld nicht selten einmalig niedrigen Verbrauch verfügen.

Carbon-Motors-Police-Car-2010-01

Die Rolle von Dieseltriebwerken ist auch bei der BMW Group in den letzten Jahren stark gewachsen, in Europa bildeten Dieselfahrzeuge mit 63 Prozent vom Gesamtabsatz des Jahres 2009 sogar die klare Mehrheit. In den weltweiten Verkaufszahlen des Vorjahres kamen Dieselmotoren immerhin auf einen Anteil von 39%, was fast 500.000 Fahrzeugen entspricht. In den USA bietet BMW bisher nur den BMW 335d und den BMW X5 xDrive35d mit Dieselmotor an, letzterer ist derzeit der erfolgreichste Premium-Diesel auf dem US-Markt.

Ian Robertson (Mitglied des Vorstands der BMW AG für Vertrieb und Entwicklung): “Im Rahmen unserer Strategie Number ONE haben wir angekündigt, das Geschäftsfeld Vertrieb Antriebssysteme weiter auszubauen. Die heutige Vereinbarung mit Carbon Motors ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg und es werden weitere folgen. Wir freuen uns, Carbon Motors Corp. mit unserer Motoren-Kompetenz zu unterstützen. Mit Blick auf Verbrauch, Emissionen und Leistung nehmen die Dieselmotoren der BMW Group eine absolute Spitzenposition im Wettbewerb ein. Damit tragen wir in den kommenden Jahren dazu bei, den Kraftstoffverbrauch und den CO2 Ausstoß von über 240.000 US-Polizei- und Behördenfahrzeugen um bis zu 40% zu senken.”

William Santana Li (Vorstandsvorsitzender Carbon Motors): “In der BMW Group haben wir einen starken Partner gefunden, der sich seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich in den USA engagiert. Durch das Antriebssystem der BMW Group ist es möglich, den besonderen Anforderungen der Polizeifahrzeuge an Leistung und Fahrdynamik Rechnung zu tragen. Darüber hinaus profitieren von den effizienten BMW Dieselmotoren nicht nur die Umwelt, sondern aufgrund geringerer Betriebskosten der Flotte auch die amerikanischen Steuerzahler.”

(Bilder: Carbon Motors)

  • Pingback: Großauftrag 240 000 Motoren in die USA : BMW 3er E90, E91, E92 & E93()

  • 323ti

    Rest der Welt: NUR !! 18.600 BMW-Diesel = NUR !! 3,7 % der Jahresproduktion von 2009

    Daher:
    . . . DIES ist der Diesel-Startschuss für ganz neue Quoten in der ´Neuen Welt´

    – durch diesen COUP mit den Fahrzeugen für die COP´s

    .
    Hingegen:
    Allein in der ´Alten Welt´ (Europa) wurden 479.400 BMW-Diesel, also das 25-fache, im Jahr 2009 abgesetzt!

    .
    Der – E I G E N T L I C H E – CLOU an diesem Geschäft ist es, damit den Diesel in den USA salonfähig zu machen

    . . . nämlich dort, wo es am besten wirkt, im alltäglichen Autofahrerleben
    – und den Autofahrern fahrleistungsmässig zu zeigen, „wo der Hammer hängt“

    . . . und dass man keine 8-Zylinder-Benziner mehr benötigt
    . . . und dass auch ein 6-Zyl.-Hybrid-Benziner jedenfalls hier sicher nicht das Richtige ist

    DA ist der neue „40d“-306-PS-Motor – seit nunmehr 5 Jahren in all seinen Ausbaustufen ohne jede Konkurrenz – das Perfekte.
    Und das passt auch zum Image von BMW – auch in den USA.

    Und dieser Motor wird zum neuen Synonym für Dieseltechnik-Führerschaft von BMW weltweit werden.

    .
    . . . es geht also nicht nur um lediglich 12.500 Motoren pro Jahr . . .

    . . . es geht um IMAGE
    – selbst wenn die Antriebseinheiten zum ´Selbstkostenpreis´ von Österreich nach den USA ´verhökert´ werden würden, bleibt ein ´Gewinn´ . . .

    . . . mehr als eine Formel 1-Beteiligung – in den USA sowieso nicht von Publikumsinteresse – zu erzielen vermag.

    • Coyote

      Es ist wirklich anstrengend deinen Beitrag zu lesen. Aber es gibt schlimmeres denn was du schreibst kann ich soweit unterstützen. Zur Formel 1 schildere ich hingegen ein mögliches Szenario:

      Saison 2012: Audi steigt mit einem starken Partner in die Formel 1 an. Ein dritter Platz ist die Folge. Dann glaubt wirklich auch der letzte Henker daran, das Frontantrieb, ein Single-Frame-Grill, TFL und VW-Komponenten die Spitze im Premiumsegment darstellen und der unverständliche Siegeszug der emotionslosesten Marke Audi geht weiter, weiter und weiter.

      Ach und noch was: Hoffentlich geht die im Text erwähnte NUMBER ONE Strategie auf, denn subtrahiert man MINI aus dem Absatz der BMW-Group siehts mit Number One ziemlich düster aus.

  • Pingback: US-Cops bestellen Carbon E7 mit BMW Diesel-Power()

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