BMW in der WTCC 2010: Interview mit Augusto Farfus

Motorsport | 19.03.2010 von 0

Seit drei Jahren greift der am 3. September 1983 geborene Brasilianer Augusto Farfus für BMW Motorsport ins Lenkrad, in der Saison 2010 hat er allerdings …

Seit drei Jahren greift der am 3. September 1983 geborene Brasilianer Augusto Farfus für BMW Motorsport ins Lenkrad, in der Saison 2010 hat er allerdings erstmals Andy Priaulx als Teamkollegen. In dieser Zeit gelangen dem Brasilianer elf Siege für das Schnitzer Team, wo er sich als Teamkollege von Jörg Müller schnell den Spitznamen Gustl erarbeitete.

Auch im letzten Jahr konnte Farfus seine Titelchancen zumindest theoretisch bis zum letzten Rennwochenende in Macau wahren, wo die übermächtigen Diesel-Seat aber nichts mehr anbrennen ließen und den Titel zum zweiten Mal in Folge nach Spanien holten.

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Augusto, nach drei Jahren im BMW Team Germany treten Sie 2010 mit einer neuen Mannschaft an. Freuen Sie sich auf die Herausforderung?
Augusto Farfus: „Ja, so ist es. Allerdings verändert sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren gar nicht so viel. Das Auto ist dasselbe, und unser Ziel lautet auch mit dem BMW Team RBM, den Titel zu gewinnen. Neu für mich ist die Arbeitsweise von RBM, die ich schnell verinnerlichen möchte. Es ist wichtig, rasch einen gemeinsamen Rhythmus zu finden, um Höchstleistungen abrufen zu können. Alle im Team sind sehr ehrgeizig. Jeder gibt alles, damit wir unser gemeinsames Ziel erreichen. Ich wurde sehr gut aufgenommen und bin überzeugt, dass wir ab dem ersten Rennen konkurrenzfähig sein werden.“

Was erwarten Sie von der Zusammenarbeit mit Andy Priaulx?
Farfus: „Andy hat drei Weltmeister-Titel auf dem Konto. Deshalb ist klar, dass ich von ihm in vielen Bereichen etwas lernen kann. Aber so war es bisher in jedem Team, in dem ich gefahren bin. Man kann sich bei seinem Teamkollegen immer etwas abschauen. Mein Ziel ist es, als Fahrer stetig besser zu werden. Mit Andy an meiner Seite gelingt mir das hoffentlich auch in der Saison 2010. Ich freue mich sehr darauf, eng mit ihm zusammenzuarbeiten.“

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Niemand hat mehr WM-Rennen gewonnen als Sie. Was macht Sie so schnell?
Farfus: „Ich denke, es ist die große Leidenschaft, mit der ich meinen Sport betreibe. Ich sehe es als Privileg, beruflich das tun zu dürfen, was mir am meisten Freude bereitet. Diese Leidenschaft hilft mir, mit Enttäuschungen fertig zu werden und mich schnell wieder auf das Positive zu konzentrieren. Außerdem versuche ich, in jedem Rennen das Vertrauen zu rechtfertigen, das BMW seit 2007 in mich setzt.“

Zolder und Portimão feiern 2010 ihr WTCC-Debüt. Was halten Sie von diesen Kursen?
Farfus: „Vor vielen Jahren habe ich in Zolder Formelrennen bestritten. Das ist aber schon so lange her, dass ich mich lieber auf die Erfahrung meines Teams verlasse. RBM hat bei früheren Testfahrten in Zolder eine Menge Daten sammeln können. Es ist schön, wieder in Belgien anzutreten. Portimão wird sicher fantastisch. Es ist ein brandneuer Kurs, der bestens für Tourenwagenrennen geeignet ist. In der WTCC ist jede neue Strecke eine große Herausforderung und zugleich für jedes Team die Chance, sich zu beweisen. Wer am schnellsten auf einen relativ unbekannten Kurs zurechtkommt, der hat die besten Aussichten für die beiden Rennen.“

(Bilder & Interview: BMW Motorsport)

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