Mehr Infos zum BMW M5 F10 in der AutoBild SportsCars

BMW M5 | 13.01.2010 von 14

In der aktuellen Februar-Ausgabe der AutoBild SportsCars befindet sich ein interessanter Artikel rund um die derzeit meistdiskutierte Neuheit aus Garching, den BMW M5 F10. Es …

In der aktuellen Februar-Ausgabe der AutoBild SportsCars befindet sich ein interessanter Artikel rund um die derzeit meistdiskutierte Neuheit aus Garching, den BMW M5 F10. Es ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass in der neuen Power-Limousine eine überarbeitete Version des V8 Biturbo-Triebwerks S63 arbeiten wird, neben dem fast 600 PS starken Kraftwerk unter der Haube soll es laut Autor Georg Kacher aber noch einige weitere Leckerbissen geben.

Die M GmbH hat bereits mehrfach formuliert, dass man eine Verbrauchreduzierung um 25 bis 30 Prozent gegenüber dem aktuellen BMW M5 E60 mit seinem V10 Hochdrehzahlmotor anstrebt und auch die AutoBild schlägt in dieselbe Kerbe, wenn sie von einem Verbrauch von 10,8 Litern auf 100 Kilometer sowie einem CO2-Ausstoß von 258 Gramm pro Kilometer schreibt. Ob diese Angaben aufs Zehntel stimmen, ist freilich noch unklar, die Größenordnung dürfte aber hinkommen.

M5-F10-AB-Sportscars

Von der gestiegenen Motorleistung profitieren selbstredend auch die Fahrleistungen, von nur noch 4,4 Sekunden für den Standardsprint ist die Rede. Damit würde sich der BMW M5 F10 auf dem Niveau des allradgetriebenen Audi RS6 bewegen und wir können davon ausgehen, dass zur besseren Kontrolle der Leistung auch beim M5 F10 wieder eine Launch Control verfügbar sein wird, die dem Fahrer die Suche nach dem optimalen Start erleichtert. Die Höchstgeschwindigkeit wird wie gewohnt bei 250 km/h elektronisch limitiert sein, gegen Aufpreis ist aber auch wieder ein M Drivers Package denkbar, dass die elektronischen Zügel zumindest lockert. Ganz frei wird sich vermutlich auch der M5 F10 nicht bewegen dürfen, die AutoBild geht von einem Limit von 300 km/h aus. Wir denken, dass ein Rückschritt gegenüber den beim Vorgänger angebotenen 305 km/h eher unwahrscheinlich ist, haben aber noch keine Informationen diesbezüglich.

Auch zum Thema KERS gibt es Neuigkeiten, denn angeblich hat Magna ein Boost-System entwickelt, dass BMW für verhältnismäßig günstige 3.000€ pro Einheit einkaufen könnte. Dieses KERS soll für zwei Schübe von jeweils zehn Sekunden 50 zusätzliche PS bereitstellen. In Garching sei man sich aber noch nicht sicher, ob man diese Zusatzleistung bei einem ohnehin fast 600 PS starken Triebwerk überhaupt benötigt. Stattdessen werde über eine Hybrid-Variante nachgedacht, die vor allem den Verbrauch des M5 senken soll und sich nicht vordergründig auf bessere Fahrleistungen konzentriert.

Als Getriebe bringt die AB SportsCars eine verstärkte Variante des Doppelkupplungsgetriebes aus dem BMW M3 ins Gespräch, wir haben allerdings gegenteilige Informationen und rechnen weiterhin mit einer sportlichen Ausbaustufe der Achtgangautomatik.

Besonders interessant sind die weiteren Änderungen gegenüber den normalen BMWs der 5er-Reihe, denn laut dem Artikel wird der M5 unter anderem den Air Curtain verwenden, der die Luft an den Radhäusern kanalisiert und so die üblicherweise an den sich drehenden Rädern auftretenden Verwirbelungen kontrolliert. Zur weiteren Verbesserung der aerodynamischen Effizienz sollen ein nahezu planer Unterboden, eine kleine Spoilerlippe auf dem Kofferraumdeckel, ein Diffusor am Heck sowie kleine Flaps an der Frontschürze beitragen.

Auch das Thema Gewicht wird wie erwartet ernst genommen, ob es die von der AutoBild SportsCars angesprochenen Elemente wie Leichtbautüren und -hauben, Dünnglasscheiben,  Carbon-Dach und leichtere Sitze aber tatsächlich in die Serie schaffen oder aus Kostengründen gestrichen werden, bleibt abzuwarten.

Mehr Informationen findet ihr in der aktuellen Februar-Ausgabe der AutoBild SportsCars. Sobald der Artikel online verfügbar ist, werden wir ihn auch hier verlinken.

(Bild & Infos: AutoBild SportsCars Februar 2010)

  • Wooden

    Der Georg Kacher schwankt meiner Meinung nach mit seinen Informtionen zwischen echtem Insider und Dilletant. Bei einigen Dingen bzgl. des neuen M5 hat er sicherlich ins Schwarze getroffen, mit anderen wiederum nicht. So wird der M5 garantiert nicht bei optionalen 300 km/h geregelt, sondern drüber. Es gab genau hierzu mal ein Statement vom M Chef. Der Grund ist denkbar einfach: Die M GmbH möchte nicht, dass der M5 Fahrer Reifen der Y-Spezifikation kauft und fahren darf, die maximal bis 300 km/h ausgelegt sind. Bei der 305 km/h-Marke wird er “genötigt” ZR-Reifen (>240 km/h) zu montieren. AMG sieht das nicht so…

  • _.M@xi.KinQ’

    Das Frontschürzen Design schaut einfach hammer aus. Laut den zahlreichen anderen Phtoshop Entwürfen, schaut diese aber leider anders aus.

    • schorse

      das bild ist ja als vorlage ein m3 nur die anderen lampen eingebaut
      und zum glück wird ein m5 nicht so prollig wie ein m3 da bin ich sehr froh drüber

  • Lennardt

    Automatikgetriebe halte ich auch für wahrscheinlicher. Der Motor hat einfach zu viel Dampf für DKG.
    Hoffentlich bleibt Handschaltung wenigstens im nächsten M3 erhalten.
    Die ~10 Liter Verbrauch sind krass wenig, hoffentlich wirkt sich das nicht zu sehr aufs Image aus 😉

    • schorse

      ein halbgas image 😉 bmw m-modelle werden jetzt nicht mehr für voll genommen wenn sie nur knapp 10l verbrauchen 😉

  • Wooden

    @ _.M@xi.KinQ‘: Es gibt bereits reale Bilder der M5 F10 Frontschürze. So wird sie aussehen: http://www.bimmertoday.de/2009/10/03/spyvideo-der-bmw-m5-f10-auf-dem-nurburgring/

  • peter und der wolf

    Wieso sollte der Motor zuviel Dampf für ein DKG haben? Das ist soch Unsinn und auch technisch nicht zu begründen! Ich bin sicher, dass hier ein DKG reinkommt, evtl. mit mehr Spreizung aber sonst spricht doch da gar nix dagegen!
    Was für ein Getriebetyp ist nochmal im 1200Nm Bugatti drin? 🙂

    • Lennardt

      Ja gut.. DKG würde BMW nur im M5 in der Größenordnung >600Nm brauchen und die Kunden, die schalten wollen, greifen lieber zum leichteren M3. Automatik wäre für den M5 einfach die kommerziell sinnvollere alternative, so gerne ich auch Schaltwagen habe.
      Nur für den M5 wäre das einfach ein zu teure Entwicklung in meinen Augen, vor allem wenn du hier schon mit dem 1mio-€-Veyron als Beispiel aufwartest. 😉
      Allerdings gestehe ich, dass bis zur Vorstellung noch etwas Zeit ist und sich da durchaus was tun kann.

      • peter und der wolf

        Das DKG gibts doch schon! Wer ein wenig recherchiert findet schnell heraus, dass das Getriebe von Getrag für 600Nm spezifiziert ist. Es handelt sich ja nicht um ein BMW Getriebe, dass speziell für den M3 entwickelt wurde sondern um ein auf dem Markt frei erhältliches DKG, dessen Eigenschaften auch bei Getrag auf der HP beschrieben sind (selbiges gilt übrigends auch für das Ferrari bzw. AMG SLS DKG).

        Das ganze auf 700 Nm oder so tauglich zu machen ist mit Sicherheit möglich. Zumal der M5 sicherlich nicht diese unsinnig kleine Spreizung wie der M3 hat sondern bei 7 Gängen vermutlich 2 Overdrives (wenn man das Layout des Getriebes ansieht wirds darauf hinauslaufen) und ne Spreizung die mit dem Automat vergleichbar sein wird (also um die 7). Nun bedeutet größere Spreizung + Overdrive aber auch weniger Belastung im Getriebe -> ergo sollten auch größere Momente wie die 600Nm möglich sein.

        Außerdem lehrt einen das Spiel bei anderen Getrieben. Die werden immer für ein bestimmtes Drehmoment spezifiziert und erleben im Laufe ihres Lebens eine Drehmomentsteigerung um 20-40 %. Bestes Beispiel das Schaltgetriebe das im M3 und im alten M5 verbaut wurde, das hat im Laufe seines Lebens erheblich mehr Last ertragen müssen wie die für die es spezifiziert war und natürlich als ASG auch noch ne Hydraulik aber das ist ne andere Geschichte…

        Zu guter letzt ist es ja auch ganz simpel für die hier so viel zitierten Quellen rauszufinden was da für ein Getriebe reinkommt. Man braucht nur rechechieren ob M5 Prototypen im Heilbronner raum oder am Bodensee rumfahren. Ganz einfach.

      • peter und der wolf

        Noch eins, ich glaube du verwechselst da was. Ein DKG ist ein Automat! Für den Bediener gibt es da keinen Unterschied. Er kann entweder automatisch schalten lassen oder aber per Wippe o.ä. Natürlich gibt es dennoch unterschiede aber eben nicht den, dass ein DKG kein Automat ist. Untersuchungen zeigen auch, dass praktisch niemand der einen M3 mit DKG hat im manuellen Modus fährt! Ich bin selbst schon einige tausend Km mit M3 DKG gefahren und sehe (auch auf der Rennstrecke) keinen wirklichen Grund von Hand einzugreifen. Im Gegensatz zu nem AMG mit “Sportautomat” sowas gehört in einen solchen Wagen nicht rein und das weiß jeder (also auch die Jungs von der M) die sowas schonmal im Vergleich gefahren sind!

        Bis zur Vorstellung wird sich auch nix mehr tun. Die Würfel sind doch schon längst gefallen. Wenn jetzt noch nicht feststände was für ein Getriebe reinkommt, dann wird der M5 ohne an den Start gehen müssen.

    • Wooden

      @ peter und der wolf: Wieviel kostet das Bugatti-Getriebe im Verhältnis zum BMW DKG mehr? 200%, 300%, 400%? 😉

      • peter und der wolf

        Der Preis hat in dem Fall nix mit der prinzipiellen Tauglichkeit zu tun und nur um die ging es. Vergleich mal die Stückzahlen, dann erklärt sich ein großer Teil des Preisunterschiedes.
        Wenn du meine Beiträge weiter oben liest, dann siehst du warum es hier keinen prinzipiellen Preis KO gibt – weil das DKG schon vorhanden ist!

  • jake828

    hehe, der punkt mit dem veyron is nich schlecht! aber wahrscheinlich sind sowohl die bereitgestellten entwicklungsgelder als auch die zu erwartenden km-laufleistungen zu unterschiedlich um das nun direkt vergleichen zu koennen.
    allerdings, waehrend ich bei nem 7er das diktat eines automatikgetriebes grad noch nachvollziehen kann frag ich mich bei den M-Modellen wirklich was das soll. gibts es denn keine schaltbox die im M5 verwendung finden koennte, und wenn nicht, sind die entwicklungskosten denn so hoch, dass sie nicht von zahlungskraeftigen kunden der individaul-sparte gedeckt werden koennen?
    von der philosophie mal abgesehen, bis einschliesslich zum E39 M5 gabs ja nichmal fuer geld und gute worte nen automaten. woher also die sinneswandelung?

    • peter und der wolf

      Das Problem wird sein, dass es eben Schaltgetriebe in der Region um 700 Nm für Standardantrieb nicht gibt zumal solche die für ein sportliches Auto geeignet sind. Ein neues Getriebe zu entwickeln verschlingt einen 2-stelligen Millionenbetrag. Alternativ könnte man wie für den aktuellen M3 eine Schaltbox verwenden, die eine echte Zumutung ist weil sie sich eben nicht sportlich schalten lässt. Da wurde soweit ich weiß das G Getriebe genommen und ein wenig aufgehübscht – fertig!
      Der Entwicklungsaufwand für ein neues Schaltgetriebe ist nicht zu rechtfertigen weil eben der zu erwartende Marktanteil verschwindend gering sein wird. Schon beim M3 verkaufen sich sehr wenige Schaltgetriebe, beim M5 eher noch weniger.
      Jeder der mal M3 mit DKG und Handschalter gefahren ist weiß auch warum!

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