Audi 2009 erfolgreichster Premiumhersteller Europas?

News | 17.12.2009 von 15

Schon im laufenden Jahr wird Audi nach eigenem Ermessen der erfolgreichste Premiumhersteller Europas sein und mehr Fahrzeuge verkaufen als die beiden Konkurrenten BMW und Mercedes. …

Schon im laufenden Jahr wird Audi nach eigenem Ermessen der erfolgreichste Premiumhersteller Europas sein und mehr Fahrzeuge verkaufen als die beiden Konkurrenten BMW und Mercedes. Dabei nimmt man in Ingolstadt offenbar einen kleinen Trick zu Hilfe und zählt die Verkäufe von MINI und Smart nicht zu den Verkaufszahlen der Konkurrenz hinzu.

Besonders mit der Vorstellung des Audi A1 könnte diese Vorgehensweise sehr praktisch für Audi werden, denn dann bietet man ein vermutlich volumenstarkes Modell in einem Segment an, das zwar seit vielen Jahren von den Konkurrenten bedient wird, allerdings nicht unter deren jeweiligen Kernmarken.

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Wenn wir auf den Einzelmarkt Deutschland und damit den Heimatmarkt aller drei Premiummarken blicken, bietet sich folgendes Bild: In den ersten drei Quartalen konnte Audi 167.422 Einheiten absetzen, die BMW Group folgt auf Rang zwei mit 201.601 Einheiten, Spitzenreiter ist Mercedes mit 220.936 verkauften Autos.

Der Blick auf die (west-)europäischen Märkte gestaltet sich schwierig, weil alle drei Hersteller zwar Zahlen nennen, aber nicht ganz klar ist, ob alle hier von denselben Ländern sprechen. Die BMW Group nennt für Europa 559.487 Einheiten in den ersten drei Quartalen 2009, Mercedes und Audi sprechen jeweils ‘nur’ von Westeuropa und 459.758 respektive 278.528 Verkäufen, diese Zahlen sind aber wie gesagt mit großer Vorsicht zu betrachten und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sinnvoll vergleichbar.

Keine Zweifel dürfte es an den weltweiten Zahlen geben, wo BMW auch ohne MINI an der Spitze steht. In den ersten drei Quartalen konnten 777.445 BMW und 161.638 MINI verkauft werden, Mercedes und Smart kommen zusammen auf 790.353 Einheiten und Audi kommt auf 705.300 Automobile.

Wie man sieht, liegen alle drei Hersteller recht eng beisammen, wenn man MINI und Smart nicht berücksichtigt. Inwiefern dieser Schritt berechtigt ist, muss jeder für sich entscheiden, handhaben kann es aber natürlich jeder Hersteller nach eigenem Ermessen. Das man in Ingolstadt dazu neigt, sich auf die Kernmarken zu beschränken, verwundert nicht und wir müssen uns nicht aus dem Fenster lehnen um zu behaupten, dass es weder BMW noch Mercedes an Audis Stelle anders machen würden.

Die Entwicklung der nächsten Monate und die Zahlen für das Gesamtjahr 2009 erwarten wir schon jetzt mit Spannung. Neue Modelle wie der Audi A1, der BMW X1 und der neue BMW 5er sind sicherlich geeignet, um die Karten zumindest teilweise neu zu mischen und könnten durchaus für Verschiebungen sorgen, die sich allerdings momentan nur schwierig prognostizieren lassen. Sicher ist nur, dass ein Vergleich der Verkaufszahlen der Kernmarken unter Ausschluss von Tochtermarken wie MINI und Smart spätestens dann keinen Sinn mehr macht, wenn der Audi A1 auf dem Markt ist.

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