BMW vor engerer Kooperation mit PSA Peugeot Citroen?

News | 9.09.2009 von 1

Schon seit einigen Jahren fahren einige Fahrzeuge der BMW Group mit Motoren, die es mehr oder weniger identisch auch in Modellen des PSA-Konzerns gibt. Das …

Schon seit einigen Jahren fahren einige Fahrzeuge der BMW Group mit Motoren, die es mehr oder weniger identisch auch in Modellen des PSA-Konzerns gibt. Das trifft bisher “nur” auf die Modelle MINI One, MINI Cooper, MINI Cooper D und MINI Cooper S zu, das könnte sich aber in Zukunft ändern.

In einem interessanten Interview mit dem Handelsblatt hat der Finanzvorstand von BMW, Friedrich Eichiner, sich diesbezüglich ausführlich geäußert.

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Zunächst stellt er fest, dass sich BMW in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage besser als viele andere Hersteller geschlagen hat. Unter den Premiumherstellern ist man schließlich noch immer erfolgreichster Anbieter weltweit und liefert sich beispielsweise auf dem US-Markt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Lexus, was vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Sollten sich die Märkte wie zuletzt weiterentwickeln, dürfte für das Gesamtjahr ein Absatzrückgang zwischen zehn und fünfzehn Prozent zu verbuchen sein. In diesem Fall besteht die reelle Chance, dass BMW im Jahr 2009 schwarze Zahlen schreibt.

Im Vergleich mit dem Volkswagen-Konzern sieht Eichiner Vorteile durch Skaleneffekte nur in der volumenstarken Kleinwagensparte. Um einem größeren Wettbewerbsnachteil entgegenzuwirken, wolle man sich grade in diesen Klassen mit anderen Herstellern zusammentun, Partner der Wahl ist offenbar der französische Konzern PSA-Peugeot-Citroen.

Dabei soll es ähnlich wie bei der Kooperation mit Mercedes-Benz vor allem um solche Komponenten gehen, die vom Kunden nicht gesehen beziehungsweise gefühlt werden können. Als Beispiele sind auch hier wieder Klimakompressoren, Elektromotoren für Fensterheber und dergleichen zu nennen.

Für Project i ist eine derartige Zusammenarbeit aber zunächst weiterhin ausgeschlossen, denn BMW sieht hier ein künftiges Alleinstellungsmerkmal. Für allgemeinere und nicht fahrzeugspezifische Komponenten wie die oben genannten sollen aber auch hier früher oder später Einkaufskooperationen mit anderen Herstellern eingegangen werden.

Für die nahe Zukunft erwartet Eichiner außerdem eine Sonderrolle für die BMW Group, denn bei den Verkaufszahlen erhofft man sich durch die Einführung einiger neuer Volumenbaureihen durchaus positive Signale. Wie den Lesern dieses Blogs bekannt ist, kommt im Jahr 2010 der neue BMW 5er F10, 2011 folgt der nächste BMW 1er und schon 2012 startet die neue 3er-Reihe.

  • Matthias

    Die Kooperation mit PAS wird sich nach meiner Meinung nach auf die Marke MINI und den Projekt-i Fahrzeugen beschränken. Für BMW wird der Komponenten-Einkauf mit Daimler vertieft – macht ja auch Sinn so.
    Wichtig nur, dass es der Kunde nicht merkt aber da schaut BMW ja darauf

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