Offizielle Bilder & Infos zum BMW X6 Active Hybrid

BMW X6 | 13.08.2009 von 14

Lange Zeit konnten wir nur spekulieren, wie die Technik des BMW X6 Hybrid im Detail aussehen und welche Features einer der beiden ersten Hybrid-BMWs mitbringen …

Lange Zeit konnten wir nur spekulieren, wie die Technik des BMW X6 Hybrid im Detail aussehen und welche Features einer der beiden ersten Hybrid-BMWs mitbringen würde.

Diese Zeit ist nun aber vorbei, denn es gibt eine offizielle Pressemitteilung von BMW zu BMW X6 Active Hybrid sowie BMW 7er Active Hybrid, auf letzteren werden wir später noch ausführlich eingehen.

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Zunächst soll es aber um die Hybrid-Version des BMW X6 gehen. Wie erwartet handelt es sich beim BMW X6 Active Hybrid um einen Vollhybrid, auch wenn dieser Begriff von BMW bis aufs letzte ausgereizt wurde.

Normalerweise bezeichnet man mit Vollhybriden Fahrzeuge, die eine gewisse Distanz auch ausschließlich mit dem Elektromotor zurücklegen können. Streng genommen erfüllt der BMW X6 Active Hybrid diese Vorgabe zwar, aber in der Praxis wird diese Fähigkeit kaum eine Rolle spielen.

Denn die Fahrstrecke, die der X6 ohne die Hilfe des Verbrennungsmotors zurücklegen kann, ist auf 1,6 Meilen – das entspricht rund 2,5 Kilometern – beschränkt. Selbst diese kurze Strecke ist nur möglich, wennder X6 dabei nicht schneller als 60 km/h fährt.

Wie angestrebt wird der BMW Active Hybrid X6 gegenüber dem normalen BMW X6 xDrive50i ein deutliches Plus in Sachen Fahrdynamik mit einem um rund 20 Prozent niedrigeren Verbrauch kombinieren. Die 20% beziehen sich explizit auf ein vergleichbares Fahrzeug und damit nicht auf den xDrive50i, sondern eher auf ein Fahrzeug mit vergleichbaren Fahrwerten wie der Hybrid-X6.

Offiziell spricht BMW von einem Verbrauch von 9,9 Litern auf 100 Kilometern, was angesichts der gebotenen Leistung sehr beachtlich ist.

Denn der schon bekannte V8-Biturbo mit 407 PS aus BMW 750i & Co. erhält im X6 Hybrid Unterstützung von zwei Elektromotoren, die maximal 67 respektive 63 kW leisten und ein maximales Drehmoment von 260 respektive 280 Newtonmeter zur Verfügung stellen. Als Gesamtleistung des Fahrzeugs gibt BMW 357 kW / 485 PS und 780 Nm maximales Drehmoment an.

Daraus resultieren natürlich auch beeindruckende Fahrleistungen: Nach nur 5,6 Sekunden soll der rund 2,5 Tonnen schwere X6 Landstraßentempo erreichen können, bei derartigen Manövern sollte man aber wohl lieber nicht mehr auf den Verbrauch achten.

Beide Elektromotoren sind im Siebengang-Automatikgetriebe integriert, sie beziehen ihren Strom von den Batterien, die über der Hinterachse installiert sind. Sie befinden sich somit unterhalb des Kofferraumbodens und ermöglichen, dass der X6 Hybrid einen identisch großen Kofferraum wie seine “nur” von einem Verbrennungsmotor angetriebenen Geschwister hat.

Bei den Batterien handelt es sich um Nickel-Metall-Hydrid-Batterien, die bei jedem Verzögern sowie beim Bremsen von mindestens einem der beiden Elektromotoren aufgeladen werden. Maximal haben die Batterien eine Kapazität von 2,4 Kilowattstunden. Um diese Leistungswerte ständig abrufen zu können, wird das Batteriepaket im Heck von einer eigenen Kühlung im idealen Temperaturfenster gehalten.

Beim Betrachten der zahlreichen Bilder ist nicht zu übersehen, dass der BMW Active Hybrid X6 eine eigenständige Motorhaube sowie spezielle Felgen erhält. Während erstere den X6 Hybrid auf der Straße gut erkennbar machen wird, dienen letztere tatsächlich einem niedrigeren Luftwiderstand und damit einem niedrigeren Verbrauch.

Mit Hilfe der im Tacho integrierten Anzeigen sowie einiger Menüs im iDrive-System lassen sich außerdem jederzeit Details zum Ladezustand der Batterie sowie zum aktuellen Betriebszustand des Hybrid-Systems ablesen. So kann man sich quasi in Echtzeit darüber freuen, wenn die Batterien wieder aufgeladen werden.

Käuflich erwerben kann man den BMW Active Hybrid X6 in den USA ab dem vierten Quartal 2009, in Europa ist von einem späteren Start und einem Preis von 102.900€ auszugehen. Offizielle Premiere feiert das Sports Activity Coupé im Rahmen der IAA im September.

(Info & Bilder: BMW via BMWblog.com)

  • Andreas1984

    Siebengang-Automatikgetriebe? Da hat wohl Mercedes seine Hände mit im Spiel, hm?!

    Angesichts des Preises wird der Wagen aber wohl auch innerhalb der X6-Palette ein Schattendasein fristen. Schade. Interessante Technik.

  • Benny

    Ja, die Technik stammt aus der Kooperation zwischen BMW, General Motors und Mercedes Benz und ist demzufolge sehr ähnlich zu der, die es in den Mercedes-Hybriden zu kaufen gibt.

  • timbo

    26.800,- € Zuschlag für den Hybrid ist schon ein Wort. Da hat sich die Zusammenarbeit aber wirklich gelohnt! ;-)
    Also da leg ich doch die 5.000,- bis 10.000,- € drauf und nehm den X6M. In der Preisklasse kommt es mir dann auch nicht mehr drauf an das der Wagen 3-4 Liter im Schnitt mehr braucht…

  • Benny

    Man sollte diese beiden Hybriden sicherlich mehr als Versuchsfahrzeuge denn als Massenmarkt-taugliche Angebote verstehen. Den Massenmarkt wird BMW ab 2012 ff. mit Hybriden abdecken, die ebenfalls in den Antriebsstrang integriert sein werden und keinen zusätzlichen Bauraum benötigen. Derartige Hybrid-Angebote wird es in quasi allen Baureihen gegen Aufpreis für zahlreiche Motorisierungen geben. Damit wird der Umwelt sicherlich mehr geholfen sein als mit einzelnen Hybrid-Modellen a la Prius oder X6 Hybrid, trotzdem muss es diese Pioniere geben, um Erfahrungen zu sammeln und die entsprechenden Rückschlüsse ziehen zu können.
    Das ist jetzt nicht so gemeint, dass der X6 Hybrid nicht ausgereift wäre. Da gehe ich schon davon aus, dass die Technik standfest und sicher ist, weder BMW noch Mercedes hätten Interesse an einem Marketing-Debakel im Stil von “Deutsche Hybrid-Technik versagt in der Praxis”. Aber zu diesem Preis ist man sich bei BMW mit Sicherheit bewusst, dass man nur eine sehr kleine Käuferschicht anspricht, die ihren sportlichen und luxuriösen Lebensstil gerne mit etwas grünem Anstrich veredeln möchte. Das wird ja auch schon daran deutlich, dass man bewusst einen Anti-Prius auf die Beine gestellt hat: Groß, luxuriös, verdammt schnell (da steht ne 5 vor dem Komma trotz deutlich über 2 Tonnen Gewicht!) – niedriger Verbrauch ist da eher eine Nebenwirkung, das Ziel war sicherlich nicht, mit dem X6 Hybrid neue Verbrauchsrekorde aufzustellen, dafür wäre irgendwas in der 1er-Reihe selbstredend die bessere Basis gewesen. Aber hätte man dort diesen Aufpreis verlangen können? Wie so oft wird sich auch hier die teure Technik von der Oberklasse nach unten durch die Modellreihen durchsetzen müssen, was in diesem Fall aber recht schnell gehen sollte.

  • timbo

    Diesen Aufpreis kann man in der 1er Serie sicher nicht verlangen. Die Frage ist doch auch wieviel Einsparpotenzial kann man dort überhaupt mit einer Hybridvariante erreichen. 0,5 Liter im Schnitt wären sicherlich schon viel. Aber würde das einen eventuellen Aufpreis von 2.000,- €, oder vielleicht sogar 5.000,- € rechtfertigen?
    Ich bin da sehr gespannt ob es überhaupt in dieser Klasse jemals angeboten wird. Ich denke das dort eher noch effizientere Benziner und Dieselvarianten kommen werden. Oder eben eine Voll-Elektrovariante. Alles andere erscheint mir aks zu teuer.

  • pousa13

    sehr interessanter bericht.
    ich denke auch das man die beiden modelle eher als technologieträger verstehen sollte.
    mich wundert aber, das bmw beim 7er den weg der 8 Gang Automatik geht, die laut dem video im anderen bericht ja sogar über start/stop funktion verfügt und beim x6 geht man einen ganz anderen weg und greift auf die automatik von mercedes zurück (vielleicht wegen dem allrad?).

  • Andrés

    Alles hört sich wunderbar an, aber der Hybrid ist von 0-100 langsamer als der normale V8 trotz mehr PS. Da kann der Verbrauchsvorteil den hohen Preis nicht rechtfertigen. Ok die Technik wird wie immer Top sein.

  • Marcel

    Ich könnte mir vorstellen, dass man allein schon wegen der paar bunten Bilder im Cockpit schonender fährt, damit man oft das “loading” sieht :-)

  • Andreas1984

    Ich bin auch überrascht wie gut Bluewater dem X6 steht. Das sehe zum ersten Mal an dem Gefährt. Muss ich mir unbedingt mal in Natura anschauen.

  • peter

    Ein Spielzeug für Leute, die nicht wissen, wohin mit dem Geld.
    @timbo
    Du machst die richtige Überlegung:
    fiktives Beispiel: 1er “Hybrid” spart 1l/100km, kostet 2000 EUR Aufpreis.
    Bei einem Benzinpreis von 1,40 EUR muß ich 143.000km fahren, um den Aufpreis reinzusholen. Ohne Zinsen.

  • 323ti

    AUFKLÄRUNG TUT NOT – NIX Mercedes-7-G-Automatic !!

    Es handelt sich bei dem im X6 hybrid verwendeten Getriebe NICHT um die 7-Gang-Automatic von Mercedes!

    Hier die entsprechenden Zitate aus anderen – ausführlicheren – Quellen:

    „Für die zur Steigerung von Effizienz und Dynamik jeweils ideale Kombination der beiden Antriebsarten sorgt das Two-Mode-Aktivgetriebe. Mit den beiden Elektromotoren, drei Planetenradsätzen und vier Lamellenkupplungen wird das Antriebsmoment in der Ausprägung eines Siebengang-Automatikgetriebes übertragen, das vom Fahrer des BMW ActiveHybrid X6 über einen elektronischen Gangwahl-schalter sowie über Schaltwippen am Lenkrad betätigt wird.“

    „Das Two-Mode-Aktivgetriebe basiert auf einem stufenlosen ECVT- Getriebe (Electric Continuously Variable Transmission), das in zwei leistungsverzweigten Betriebszuständen arbeitet. Ein Modus ist speziell für das Anfahren mit besonders dynamischer Kraftentfaltung sowie für niedrige Geschwindigkeiten vorgesehen, der zweite für das Fahren bei höherem Tempo optimiert.“

    „Die Elektromotoren bilden gemeinsam mit den mechanischen Komponenten einen Getriebekomplex, der für die jeweilige Fahrsituation die optimale Übersetzung zur Verfügung stellt. Die mechanische Verbindung innerhalb des Two-Mode-Aktivgetriebes wird durch drei Planetenradsätze gewährleistet. Diese Konfiguration ermöglicht die Leistungsverzweigung für die Antriebsmomente des Verbrennungsmotors und der Elektromotoren in zwei Übersetzungsbereichen und damit eine von herkömmlichen Hybrid-Antrieben nicht realisierbare Variabilität in der Kombination der beiden Antriebsquellen.“

    „Die beiden Betriebsmodi der Elektromotoren werden mit festen Übersetzungsverhältnissen ergänzt. In der Praxis stehen dadurch sieben Gangstufen zur Verfügung, mit denen die volle, hocheffiziente Hybridfunktionalität über den gesamten Betriebsbereich des Fahrzeugs genutzt werden kann bei gleichzeitig BMW typischen Fahrleistungen.“

    ALSO, zusammengefasst:

    . . . wird das Antriebsmoment „in der AUSPRÄGUNG eines Siebengang-Automatikgetriebes“ übertragen . . .

    >> man beachte die Wortwahl in der entsprechenden BMW-Presseveröffentlichung . . .

    Denn das LETZTE, was BMW seinen Kunden zumuten kann, das ist ein stufenloses Automaticgetriebe – selbst Audi simuliert bei seiner Multitronic die Getriebestufen!

    Und:
    Was auch immer wieder falsch dargestellt wird:
    - es kommt praktisch ausschliesslich auf die „Spreizung“(= Gesamtübersetzung) an – und da liegt die 8-Gang-Automatic an der Spitze – und braucht sich hinter der Multitronic nicht zu verstecken
    - . . . und bereits die 6-Gang-Automatic von ZF-BMW hatte eine leicht höhere Spreizung aufzuweisen als die hauseigene 7-Gang-Automatic von Mercedes . . .

  • Andrés

    Habe mir die neue Preisliste angeschaut und musste feststellen, das bei der Ausstattung die ich auswähle der ActivHybrid nur 5000Euro teurer ist als ein gleich ausgestatetter xdrive50i. Dann lohnt es sich für mich schon der ActivHybrid weil er das beste und aller neueste der BMW Technik an Bord hat.

  • Benny

    Ja, der X6 Hybrid hat eine sehr umfangreiche Serienausstattung. Wenn man diese bei einem xDrive50i sowieso bestellt hätte, hält sich der Aufpreis in Grenzen.

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