WTCC verkommt zur Seat-Dauerwerbesendung

Motorsport | 8.03.2009 von 0

Es ist schon erstaunlich, dass es die FIA offenbar auch in diesem Jahr nicht geschafft hat, eine vernünftige und wenigstens auf den ersten Blick gerechte …

Es ist schon erstaunlich, dass es die FIA offenbar auch in diesem Jahr nicht geschafft hat, eine vernünftige und wenigstens auf den ersten Blick gerechte Einstufung der verschiedenen Fahrzeuge zu realisieren.

Sowohl in Lauf eins als auch in Lauf zwei der Seat-Dauerwerbesendung namens WTCC gab es einen völlig ungefährdeten und dominanten Vierfachsieg der Iberer zu bestaunen.

Wie erwartet befasst sich Seat nicht mit Nebensächlichkeiten wie der offensichtlich leicht begünstigenden Einstufung der verschiedenen Fahrzeuge sondern feiert sich selbst.

Komisch, als man früher selbst nicht mithalten konnte, waren nach beinahe jedem Rennen die Rufe nach Reglement-Änderungen und anderen Gewichts-Einstufungen, kombiniert mit Ausstiegsdrohungen, zu hören. Aber schon 2007 schrieb Motorsport-total.com:

Allerdings wirkt die Opfer-Rolle der Spanier alles andere als schlüssig. Puig selbst hatte der Gewichtsreduzierung der BMW um 15 Kilogramm zugestimmt, damit im Gegenzug “fliegend” gestartet wird. Nun fordert er weitere Modifikationen des Regelwerks.

Fakt ist: Im Gegensatz zum BMW 320si hat die Weiterentwicklung des Leon im Winter stagniert. Das Weltmeisterauto ist hingegen noch besser geworden. Dass nun das Reglement die Entwicklungsarbeit der Münchener Ingenieure zunichte machen soll, dürfte BMW nicht gefallen – und würde gewiss kein gutes Licht auf die WTCC werfen.

Offenbar haben die FIA-Kommissare kein weiteres Interesse an derartiger Kritik von Seat und sorgen nun wie schon 2008 dafür, dass es zumindest von Seat höchstwahrscheinlich keine Proteste geben wird.

Nach dem für BMW erfolgreichen Auftakt in Curitiba anno 2007 erhielten alle anderen Hersteller einen Gewichts-Bonus von 25 Kilogramm – zum Ärger von BMW. Es bleibt abzuwarten, ob die FIA auch dieses Jahr ähnlich entscheidet – oder wie schon letztes Jahr alle Fakten ignoriert.

Im Jahr 2007 konnte BMW den Titel trotz der schon damals offensichtlich übervorteilten Seat TDIs noch gewinnen, weil Seat im letzten Rennen Probleme mit der Zuverlässigkeit hatte und erst ab Saisonmitte mit dem offensichtlich schnelleren Diesel antrat.

Schon damals kam die Frage auf, ob nicht auch BMW mit Dieselmotoren antreten sollte. Warum man dies nicht tut, habe ich hier schon einmal erörtert.

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Bimmertoday

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